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Nichts wird sich ändern - oder doch?
Lokales 22.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Nichts wird sich ändern - oder doch?

Mein Glaube - und sei er noch so klein – hat einen Mehrwert.

Nichts wird sich ändern - oder doch?

Mein Glaube - und sei er noch so klein – hat einen Mehrwert.
Foto: LW-Archiv
Lokales 22.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Nichts wird sich ändern - oder doch?

In ihrem Wegweiser zum vierten Adventssonntag fordert Renée Schmit uns zu einem Perspektivwechsel auf, nämlich die Dinge mit neuen Augen zu sehen und zu glauben, dass „ein Mehr“ möglich ist.

Vor kurzem steckte mir ein Theologenfreund am Ende einer Sitzung einen besonders pfiffigen Text von Iris Macke zu und forderte mich auf, das Ganze laut zu deklamieren:


Alle unsere Wegweiser im Überblick
Wegweiser für die Woche - so nennt  sich eine Rubrik auf wort.lu, die wir jedes Wochenende online stellen. Darin finden Sie einen spirituellen Gedanken, einen wertvollen Wegweiser für die Woche.

„Advent heißt warten. Nein, die Wahrheit ist, dass der Advent nur laut und schrill ist. Ich glaube nicht, dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann, dass ich den Weg nach innen finde, dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt. Es ist doch so, dass die Zeit rast. Ich weigere mich zu glauben, dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint, dass ich mit anderen Augen sehen kann. Es ist doch klar, dass Gott fehlt. Ich kann unmöglich glauben. Nichts wird sich verändern! Es wäre gelogen, würde ich sagen: Gott kommt auf die Erde.“

Und jetzt lesen Sie denselben Text noch einmal ganz langsam von hinten nach vorne. Jetzt heißt es so:

„Gott kommt auf die Erde! Es wäre gelogen, würde ich sagen: Nichts wird sich verändern. Ich kann unmöglich glauben, dass Gott fehlt. Es ist doch ganz klar, dass ich mit anderen Augen sehen kann, dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint. Ich weigere mich zu glauben, dass die Zeit rast. Es ist doch so, dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt, dass ich den Weg nach innen finde, dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann. Ich glaube nicht, dass der Advent nur laut und schrill ist. Nein, die Wahrheit ist: Advent heißt warten.“

Hier geht es um einen Perspektivwechsel. Es gilt, die Dinge mit neuen Augen zu sehen und zu glauben, dass „ein Mehr“ möglich ist.

Mein Glaube - und sei er noch so klein – hat einen Mehrwert. Diese Entdeckung wünsche ich Ihnen vor dem nahenden Fest!


* Die Autorin ist bischöfliche Delegierte für Spiritualität und die neuen geistlichen Gemeinschaften, sowie Koordinatorin des Erwachsenenkatechumenats.

- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.