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Neun Muffeltiere geschossen
Lokales 31.03.2020

Neun Muffeltiere geschossen

Die Mufflons verursachen hohen Schaden am Waldbestand und sollen deshalb bejagt werden.

Neun Muffeltiere geschossen

Die Mufflons verursachen hohen Schaden am Waldbestand und sollen deshalb bejagt werden.
Frank Rumpenhorst/dpa
Lokales 31.03.2020

Neun Muffeltiere geschossen

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die Mufflonsbestände im Osten des Landes bleiben im Gespräch. Laut Umweltministerin Carole Dieschbourg wurden während einer Privatjagd neun dieser Tiere erlegt.

Am 29. Februar wurden bei Echternach im Zuge einer Jagd insgesamt neun Mufflons getötet. Bei dieser Jagd handelte es sich nicht um eine staatliche, sondern um eine private Aktion, so Umweltministerin Carole Dieschbourg (Dé Gréng) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten der Piratepartei Marc Goergen. Laut Dieschbourg mussten die erlegten Tiere der Naturverwaltung gemeldet werden, damit das Einhalten der Abschussquoten überprüft werden kann.  


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Bei den Tieren handelt es sich um fünf erwachsene, männliche Tiere und vier Jungtiere. Ob diese Tiere zum Zeitpunkt des Abschusses trächtig waren, ist laut Dieschbourg noch nicht geklärt. Da vom 1. März bis zum 15. April ohnehin Schonzeit ist, sind keine weiteren Jagdaktionen durchgeführt worden.  Allerdings wird die angekündigte administrative oder staatliche Jagd nach dem 16. April durchgeführt, dies um die Abschussquoten zu erfüllen. Es geht laut Dieschbourg nicht darum, den ganzen Bestand zu erlegen, sondern ihn zu reduzieren und somit  weiteren Schaden am Wald zu verhindern. Die staatliche Jagd wird zudem nicht als Treib-, sondern als Ansitz- und Pirschjagd durchgeführt.


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Was die Nutzung des Fleisches betrifft, so ist nicht gewusst was im Zuge der Privatjagd beschlossen wurde. Bei der staatlichen Jagd wird dieses Fleisch aber weiterverwertet und verkauft werden. 

Was ein eventuelles Einfangen der Tiere betrifft, so bleibe dies laut Dieschbourg eine Option. Das Einfangen, Einsperren und Transportieren von Wildtieren sei aber auch aus Tierschutzgründen zumindest fraglich.   

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