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Neujahrsempfang: CGDIS gibt Rück- und Ausblick
Lokales 2 Min. 15.01.2020

Neujahrsempfang: CGDIS gibt Rück- und Ausblick

Der Einsatz nach dem Tornado im Südwesten des Landes gehörte zu den größten im vergangenen Jahr.

Neujahrsempfang: CGDIS gibt Rück- und Ausblick

Der Einsatz nach dem Tornado im Südwesten des Landes gehörte zu den größten im vergangenen Jahr.
Foto: Laurent Blum/LW-Archiv
Lokales 2 Min. 15.01.2020

Neujahrsempfang: CGDIS gibt Rück- und Ausblick

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Drei Prioritäten hatte sich der CGDIS-Generaldirektor 2019 gesetzt. Zwei davon musste er mit in dieses Jahr nehmen.

Nicht jedem wird das Kulturzentrum in Lamadelaine in guter Erinnerung sein. Dort hatten sich am 13. August die Menschen der Gemeinde Petingen eingefunden, die durch den Tornado nur vier Tage zuvor zu Schaden gekommen waren. Am Dienstagabend aber war der Grund des Zusammenkommens an genau dieser Stelle ein freudiger. Der Katastrophenschutz des Innenministeriums (Service de la securité civile) hatte die Verantwortlichen zu einem Neujahrsempfang geladen. In erster Linie sollte sich bei den Mitarbeitern bedankt werden.

Zu diesem Anlass wandten sich unter anderem Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) als auch Paul Schroeder, Generaldirektor des Corps grand-ducal d'incendie et de secours (CGDIS) für einen Rück- sowie einen Ausblick an das gut 200 Mann starke, überwiegend männliche Publikum.

Paul Schroeder blickte auf ein „kompliziertes“ Jahr zurück, wie er sagt. 61.000 Einsätze hat der CGDIS im vergangenen Jahr absolviert. Dies zeige, dass die Mannschaften nicht nur bei Großeinsätzen, wie dem Vegetationsbrand in Hamm, dem Industriebrand in Echternach und dem Tornado, unter anderem in Petingen und Käerjeng, ausrücken, sondern viele Male täglich gefordert sind. Immer dann, wenn eine Person in Not ist.


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Seine Jahresbilanz fiel jedoch recht durchwachsen aus. Drei Prioritäten hatte er für das vergangene Jahr gesetzt. Eine davon war die Integration der Gemeinden in den CGDIS. Dies ist die einzige die, seiner Ansicht nach, hinreichend erfüllt werden konnte.

Nicht alle Ziele wurden erreicht

Enttäuscht zeigte er sich darüber, dass das „Portail CGDIS“ noch nicht funktioniert. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf die alle Mitglieder Zugriff haben. Die Kommunikation würde immer noch über das Intranet stattfinden. Dass es die neue „Datenbasis“ noch nicht gibt, hat zur Folge, dass auch noch keine Vergütungen an die Freiwilligen ausgezahlt werden können. Wenig Hoffnung sieht Paul Schroeder darin, dass dieses Informatikproblem schnell gelöst werden kann und das Projekt dieses Jahr noch umgesetzt werden kann. So verbleiben zwei der Vorhaben seiner Prioritätenliste auch auf der für 2020.


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Am Ende seiner Rede appellierte der Generaldirektor auch noch an den Respekt, der im CGDIS untereinander herrschen soll, aber auch sowohl den Kunden und Patienten als auch den Helfern entgegengebracht werden muss.

Taina Bofferding wies in diesem Zusammenhang auf das verschärfte Gesetz hin, das vergangenes Jahr in Kraft getreten ist. Dieses ermöglicht höhere Strafen, bei aggressivem Verhalten gegenüber den Rettungskräften. Außerdem präsentiert sie einige neue Projekte für 2020, wie etwa die Einführung eines SAMU-Dienstes in Findel ab Mai. Der Rettungshubschrauber der Luxembourg Air Rescue wird dann von dort aus starten.

Der Bürgermeister von Petingen, Pierre Mellina (CSV), nutzte die Gelegenheit, sich bei sämtlichen Einsatzkräften zu bedanken, die in der Gemeinde mitgeholfen haben, als die Einwohner nach dem Tornado im vergangenen Jahr „vor einem Haufen Steinen standen“.

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