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Neues Webradio für Luxemburg
Lokales 3 Min. 14.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Medien

Neues Webradio für Luxemburg

Nachdem 7FM bei der Frequenzvergabe leer ausging, wird nun ein zweiter Versuch in Luxemburg gestartet.
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Neues Webradio für Luxemburg

Nachdem 7FM bei der Frequenzvergabe leer ausging, wird nun ein zweiter Versuch in Luxemburg gestartet.
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Lokales 3 Min. 14.10.2015 Aus unserem online-Archiv
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Neues Webradio für Luxemburg

7FM.lu nennt sich ein neues Internetradio für Luxemburg. Die Macher sind zuversichtlich, bald die Gewinnzone zu erreichen.

(ml) - Auf der Ifa, der führenden Messe für Unterhaltungselektronik, rührten die Sendeanstalten dieses Jahr die Werbetrommel für das neue Digitalradio. Die Umsetzung des DAB+, das einen satten Klang in CD-Qualität verspricht, verläuft allerdings schleppend. Das Webradio, mit dem Zuhörer das Radioprogramm online mit PC oder Smartphone in einem störungsfreien Sound hören, erfreut sich nämlich zunehmender Beliebtheit.

Diese Entwicklung dürfte  die Macher des belgischen Radiosenders 7FM, die bei der Vergabe der ehemaligen DNR-Frequenz 107,7 leer ausgegangen waren, wohl dazu ermutigt haben, ein neues Projekt in Luxemburg zu starten. Vor einer Woche ging das Internetradio 7FM.lu auf Sendung.

"Wir setzen auf die neuen Technologien", sagt der Gründer und Geschäftsführer Raphaël Warny gegenüber dem "Wort". 7FM Luxembourg, das der Event-Agentur PLG angehört, ist mit den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram eng vernetzt. Demnächst kann man auch eine kostenlose App herunterladen.

Zu der Zielgruppe des neuen Webradios gehören die 15-bis 40-Jährigen. 7FM.lu richtet sich vorwiegend an Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz via PC Radio hören. Dabei handelt es sich um ein kommerzielles Radio, bei dem die Musik im Vordergrund steht. Gespielt werden in der Hauptsache Hits. Auch luxemburgische Künstler sollen verstärkt zur Geltung kommen.

Ein Team von zehn Mitarbeitern

Des Weiteren werden künftig jede Stunde (jeweils sieben Minuten vor der vollen Stunde) fünfminutige regionale Kurznachrichten angeboten.  Zurzeit wird das Programm in französischer Sprache ausgestrahlt. Es sei jedoch nicht völlig ausgeschlossen, dass zu einem späteren Zeitpunkt einzelne Rubriken in luxemburgischer Sprache online gesetzt werden.

Derzeit beschäftigt das neue Webradio zwei Moderatoren und eine Journalistin. In der Anfangsphase werden zwei Sendungen angeboten, eine Morningshow morgens zwischen acht und zehn Uhr und ein Abendprogramm zwischen 16 und 19 Uhr. Doch dabei soll es nicht bleiben. Die Pläne der Macher sind ehrgeizig: In den kommenden Monaten soll das Team auf zehn Mitarbeiter aufgestockt werden.

Warny blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Im ersten Jahr des Bestehens von 7FM.lu ist ein Verlust eingeplant. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Gewinnzone bereits früher als geplant erreicht wird, heißt es weiter. Die geplanten Werbeblöcke werden nur einen Teil der Einnahmen ausmachen.

Gewinnzone spätestens in einem Jahr

Das Sponsoring soll weiteres Geld in die Kasse spülen. Bereits jetzt sei man Partner von zahlreichen Ereignissen in Luxemburg. Diese Kombination sei ein interessantes Geschäftsmodell, betont Warny. Über die Höhe der Investitionskosten schweigt er. Durch Synergien mit dem belgischen Ableger könne man einen Teil der Kosten einsparen. Trotzdem investiere man eine beachtliche Summe. "Wir senden nicht aus irgendeinem Gebärsaal, sondern wir  haben ein richtig professionelles Studio," sagt Warny.

Vermutlich im Januar wird die Gratiszeitung "L'Essentiel" ihr neues französischsprachiges Radioprogramm starten. "L'essentiel Radio", konnte sich bei der Vergabe der nationalen Frequenz 107,7 gegen drei andere Kandidaten behaupten. Warny bleibt dennoch zuversichtlich, dass 7FM seinen Platz auf dem luxemburgischen Markt finden wird. Bereits jetzt sei das Interesse groß. Rund 2.000 Zuhörer hören derzeit schon das Internetradio über die Webseite. Dazu kommen diejenigen, die über die sozialen Medien zugeschaltet sind.

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