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Neues Viertel kommt mit Park im Stadion
Lokales 2 Min. 08.12.2021 Aus unserem online-Archiv
"Wunnquartier Stade"

Neues Viertel kommt mit Park im Stadion

Am Standort des Stade Josy Barthel in der Route d'Arlon soll Wohnraum für bis zu 2.000 Menschen entstehen.
"Wunnquartier Stade"

Neues Viertel kommt mit Park im Stadion

Am Standort des Stade Josy Barthel in der Route d'Arlon soll Wohnraum für bis zu 2.000 Menschen entstehen.
Foto: Gerry Huberty / LW-Archiv
Lokales 2 Min. 08.12.2021 Aus unserem online-Archiv
"Wunnquartier Stade"

Neues Viertel kommt mit Park im Stadion

Frank WEYRICH
Frank WEYRICH
Am Donnerstag hat die Hauptstadt das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs für das „Wunnquartier Stade“ vorgestellt.

Nur selten ergibt sich die Gelegenheit, innerhalb einer Stadt ein ganz neues Wohnviertel zu gestalten. In der Hauptstadt bietet sich jedoch genau diese Möglichkeit rund um das Stadion Josy Barthel. Dort soll Platz geschaffen werden für 2.000 Einwohner in einem neuen „Quartier Stade“. 


Lok , PK Projet Stade , Expo Projets , Foto: Guy Jallay/Luxemburger Wort
Sieben Visionen für "Wunnquartier Stade"
An der hauptstädtischen Route d'Arlon soll ein komplett neues Wohnviertel entstehen. Die ersten Konzepte dafür liegen nun vor.

Um diese Neugestaltung vorzubereiten, war vor knapp zwei Jahren ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben worden. Nun steht der Gewinner fest. 

Als Sieger ging eine internationale Gruppe um das Büro 2001 aus Esch/Alzette in Zusammenarbeit mit HHF Architekten aus Basel (CH) hervor. Für die Landschaftsgestaltung zeichnet die „Agence TER“ aus Paris verantwortlich, während das Mobilitätskonzept von Systematica aus Mailand stammt. Die energetische Beratung hat das Büro Transsolar aus Stuttgart übernommen und vom Schweizer Büro Cabane stammt das Landschaftsprogramm.

Park mitsamt Teich

Jurypräsident Mathis Güller erläuterte, dass das ausgewählte Projekt die Jury durch seine Landschaftsgestaltung überzeugt hat und insbesondere die Betonung von geschichtlichen Elementen großen Anklang gefunden hat. Die vorgesehenen Wohnungen sollen eine soziale Durchmischung sicherstellen. Auch städteplanerisch ergibt sich durch das zurückbehaltene Projekt die Möglichkeit, die Route d’Arlon neu zu gestalten. 


Lokales,Stade Josy Barthel.Route d'Arlon.Fussballstadion. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Halbe Sache
Die Hauptstädter wollen mitreden - doch in der Stadt Luxemburg tut man sich mit Bürgerbeteiligung schwer.

Kernstück des zurückbehaltenen Projektes ist das derzeitige Stadion. Dort soll ein Park mitsamt Teich entstehen. Auch die bisherige Feuerwehrkaserne soll in das Projekt mit einbezogen werden, um als Herz des zukünftigen Wohnviertels zu fungieren. Hier sollen kulturelle Einrichtungen untergebracht werden. An gleicher Stelle soll eine Tramhaltestelle für die nachhaltige Verkehrsanbindung sorgen. Im Wohngebiet soll auch Platz sein für einzelne Geschäfte. 

Baubeginn voraussichtlich in acht Jahren

Größere Veränderungen soll auch ein Grundstück erleben, das den Franziskanerschwestern gehört und das mit Bäumen bepflanzt werden soll, um den Grüngürtel zur Seite von Rollingergrund zu erweitern. Entlang der Route d’Arlon ist ebenfalls angedacht, eine internationale Schule mit in das Projekt einzubinden. 


27.10. LuxVille / Place Guillaume / Knuedler / Mairie / Gemeindehaus / Gemeinde Luxemburg Foto:Guy Jallay
Die Hauptstadt wächst weiter
Informationen gab es in der Gemeinderatssitzung der Hauptstadt am Montag zuhauf. Darunter auch die, dass die Stadt aktuell 124.532 Einwohner zählt.

Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer betonte jedoch, dass bei verschiedenen Grundstücken erst die Entwicklung von Alternativen abgewartet werden muss, bevor an eine Umgestaltung gedacht werden kann. So muss für die Leichtathletik zuerst eine neue Sportstätte gefunden werden und für den aktuellen Hof vom Hygienedienst muss ebenfalls nach einer neuen Bleibe gesucht werden. 

Als Zeithorizont nannte sie den Zeitraum von ungefähr acht Jahren, bevor damit begonnen werden kann, das Projekt umzusetzen. Bis dahin bleibt also noch Zeit genug, um die Planung auszureifen und die notwendigen Genehmigungsprozeduren zu durchlaufen.

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