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Neues Testverfahren im LST-Zentrum in Howald
Lokales 2 Min. 12.08.2021
PCR-Tests

Neues Testverfahren im LST-Zentrum in Howald

Die PCR-Tests sollen verstärkt mit einer Speichelprobe durchgeführt werden. Die Stäbchenprobe über Hals oder Nase soll weniger angewandt werden.
PCR-Tests

Neues Testverfahren im LST-Zentrum in Howald

Die PCR-Tests sollen verstärkt mit einer Speichelprobe durchgeführt werden. Die Stäbchenprobe über Hals oder Nase soll weniger angewandt werden.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 12.08.2021
PCR-Tests

Neues Testverfahren im LST-Zentrum in Howald

Nora WEIS
Nora WEIS
Im Testzentrum in Howald wird für die Corona-Tests eine neue Methode ausprobiert.

Seit Montag werden die PCR-Tests im Large-Scale-Testzentrum in Howald nur noch über eine Speichelprobe vorgenommen. Für viele Testwillige ist das eine Erleichterung. Denn die Probe mit dem Stäbchen im Hals, die mitunter zu unangenehmen, wenn auch kurzen, Reizungen führt, entfällt demnach. Allerdings müssen die zu testenden Personen vor der Speichelprobe einiges beachten. 


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So dürfen sie 30 Minuten vor dem Termin weder rauchen, noch trinken oder essen, sich den Mund spülen, Zähne waschen oder Kaugummi kauen. Sonst besteht das Risiko, dass das Testergebnis verfälscht wird. Auch benötigt das Verfahren etwas mehr Zeit als die Nasen- oder Halsprobe, kann jedoch selbstständig, ohne das Beisein von Gesundheitspersonal, vorgenommen werden. Ein Trichter erlaubt es, auf einfache Weise in ein tubenartiges Gefäß zu spucken. Im Durchschnitt braucht es sechs Minuten für den Durchlauf. 

Weniger intrusiv 

Bei der neuen Methode handelt es sich um ein Pilotprojekt, das vorerst nur in Howald angewandt wird. In den anderen LST-Zentren, die noch bis zum 15. September geöffnet sind, werden vorerst weiterhin Stäbchentests durchgeführt. Nach etwa einer Woche soll eine erste Evaluierung vorgenommen werden, wie Dr. Thomas Dentzer, Koordinator der Teststrategie beim Gesundheitsministerium, im Vorfeld im Interview auf wort.lu/fr erklärt hatte. 


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Die Speichelprobe ist weniger intrusiv. Wir möchten die jüngere Generation, die das Hals- oder Nasenbohren abgeschreckt hat, erreichen“, erklärt Dentzer. Wenn sich die Methode bewährt, soll sie in Zukunft in den Schulen eingesetzt werden. 

Mehrere Testverfahren 

Neben den PCR-Tests – in den unterschiedlichen Varianten – werden beim Large Scale Testing auch Personen zu serologischen Tests eingeladen. Bei diesen Tests geht es darum, festzustellen, ob eine Person Antikörper aufgebaut hat oder nicht. Es soll dabei herausgefunden werden, ob sie möglicherweise mit dem Virus infiziert war, ohne es zu wissen, oder, ob sie nach einer Impfung erfolgreich Antikörper entwickelt hat. 


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Das großflächige Testen soll jedoch am 15. September auslaufen. Dann soll verstärkt auf Schnelltests zurückgegriffen werden. 

Zertifizierte Schnelltests können wie bisher in Apotheken sowie bei einigen Gemeinden durchgeführt werden. Im Vergleich zu PCR-Tests sind sie allerdings etwas weniger zuverlässig. 

Weiter besteht die Möglichkeit der Selbsttests. Wer allerdings bei einem eigenhändig durchgeführten Schnelltest ein positives Resultat erhält, soll laut Gesundheitsministerium zunächst seinen Hausarzt kontaktieren, bevor er sich in einem PCR-Testzentrum erneut testen lässt. 

Der Impfbus soll bei einem positiven Schnelltest nicht aufgesucht werden. Das positive Ergebnis soll zudem dem Gesundheitsministerium per Formular gemeldet werden und die Personen, die in direktem Kontakt standen, benachrichtigt werden. 

covid19.public.lu

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