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Neues Stadion: Eröffnung verschiebt sich
Lokales 2 Min. 21.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Neues Stadion: Eröffnung verschiebt sich

Auf der Baustelle zum geplanten Parkhaus in der Nähe des Stadions hat sich bisher nicht viel getan - erst im September sollen die Bagger rollen.

Neues Stadion: Eröffnung verschiebt sich

Auf der Baustelle zum geplanten Parkhaus in der Nähe des Stadions hat sich bisher nicht viel getan - erst im September sollen die Bagger rollen.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 21.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Neues Stadion: Eröffnung verschiebt sich

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Das neue Fußball- und Rugbystadion in Kockelscheuer öffnet später als geplant: frühstens in einem Jahr. Wenn es dann so weit ist, werden Besucher ihre Wagen auf einer provisorischen Parkfläche abstellen müssen.

Voraussichtlich ein Jahr wird es noch dauern, bis das neue Fußball- und Rugbystadion in Kockelscheuer seine Pforten öffnen wird. War man vor der Corona-Pandemie noch von einer Eröffnung in diesem Herbst ausgegangen, sprach Schöffin Simone Beissel (DP) in der Sitzung des hauptstädtischen Gemeinderats am Montag von Frühjahr 2021.

"Wir können im Moment nicht sicher sagen, wann das Stadion eröffnen wird. Wir hatten auf Oktober, November 2020 gehofft. Jetzt gehen wir vom Frühjahr 2021 aus - dieses Datum nennen wir allerdings mit aller Vorsicht. Denn es wird Material aus dem Ausland benötigt. Da es momentan zu Verzögerungen bei den internationalen Lieferungen kommt, wissen wir noch nicht, wann am Bau wieder losgelegt werden kann", erklärte Simone Beissel. 

Das geplante Parkhaus mit rund 2.000 Stellplätzen (links), gleich neben dem Fußball- und Rugbystadion (rechts) in Kockelscheuer.
Das geplante Parkhaus mit rund 2.000 Stellplätzen (links), gleich neben dem Fußball- und Rugbystadion (rechts) in Kockelscheuer.
Grafik: Gruppierung PGNL

Das Thema kam in der Sitzung von Montag zur Sprache, als der Gemeinderat über den Bau einer provisorischen Park&Ride-Fläche in Cloche d'Or in der Nähe des neuen Stadions diskutierte. Denn die Arbeiten am eigentlichen Parkhaus mit rund 2.000 Stellplätzen, etwa 100 Meter vom neuen Stadion entfernt, werden zur Eröffnung des Austragungsorts von sportlichen Wettkämpfen nicht beendet sein. Deshalb die Übergangslösung.

Kostspielige Übergangslösung

Teurer als geplant kommt der vorübergehende Parkplatz die Stadt Luxemburg nun zu stehen: Insgesamt 2.390.000 Euro wird die Gemeinde dafür ausgeben müssen. Zu den ursprünglich vorgesehen Ausgaben von 2.182.000 Euro kommen noch 208.000 Euro für die Kosten des Ingenieursbüros hinzu. 

Die Tatsache, dass überhaupt Geld für eine vorübergehende Lösung fließen muss, sorgt vor allem bei der hauptstädtischen Bürgermeister für Unmut, wie sich in der Gemeinderatssitzung am Montag zeigte: „Der Staat ist seiner verdammten Pflicht nicht nachgekommen – nämlich den Parkplatz zu bauen, den wir im Gemeinderat gestimmt haben.“ Das in Verzug geratene Projekt wird nämlich unter der Federführung der Straßenbauverwaltung ausgeführt. 


Lok , geplanter P&R neben neuem Fussballstadion , Cloche d`Or  , Foto: Guy Jallay/Luxemburger Wort
Park & Ride Kockelscheuer lässt auf sich warten
Voraussichtlich im Herbst werden die ersten Spiele im neuen nationalen Fußball- und Rugbystadion in Kockelscheuer ausgetragen. Parkplätze in der nahen Umgebung gibt es aber vorerst nicht.

Wie Pressesprecher Ralph Di Marco bereits Anfang Januar gegenüber dem "LW" erklärt hatte, seien erforderliche Studien der Grund für die Verspätung am Bau. Diese wären aufwendiger gewesen, als gedacht. Anfang des Jahres war man von einem Baubeginn im September 2020 ausgegangen – ein Datum, an dem die Straßenbauverwaltung festhält, so Ralph Di Marco: „Mit den Arbeiten sollte im September begonnen werden und wir rechnen auch weiterhin damit, dass das so sein wird. Auf jeden Fall werden wir alles dafür tun.“ Ab dann wird mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren gerechnet.

70 Tage Bauzeit

Für den Bau der provisorischen Parkfläche auf einem Grundstück der Stadt Luxemburg in Cloche d'Or wird hingegen mit einer Dauer von rund 70 Tagen gerechnet. Insgesamt 600 Fahrzeuge sollen dort Platz finden. Ladestationen für elektrische Fahrzeuge sind nicht vorgesehen. Die Wagen werden auf Schotter geparkt, während die Zufahrten und Fahrwege hingegen asphaltiert werden. 

Das Parken auf dem Gelände ist während der ersten 24 Stunden kostenlos; ab 25 Stunden werden zehn Euro pro Tag verrechnet. Dementsprechend werden auf dem Gelände auch Schranken und Kassenautomaten stehen. Zudem wird auf Anfrage des Wasserwirtschaftsamts ein Rückhaltebecken installiert werden. 

Das Projekt für den provisorischen Park&Ride-Parkplatz wurde mehrheitlich vom Gemeinderat verabschiedet. 

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