Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Neues IRM-Gerät in der Hauptstadt
Lokales 29.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Neues IRM-Gerät in der Hauptstadt

Indirektes Licht soll auf die Patienten des Magnetresonanztomografen (MRT; auf Französisch IRM) beruhigend wirken.

Neues IRM-Gerät in der Hauptstadt

Indirektes Licht soll auf die Patienten des Magnetresonanztomografen (MRT; auf Französisch IRM) beruhigend wirken.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 29.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Neues IRM-Gerät in der Hauptstadt

Um den Patienten eine schnellere Untersuchung anzubieten, ist am Dienstag ein weiteres IRM-Gerät im Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) in Luxemburg-Stadt eingeweiht worden.

(jwi) - Die monatelange Wartezeiten für Patienten seien inakzeptabel – die Gesundheit der Menschen habe oberste Priorität, so Gesundheitsminister Etienne Schneider am Dienstag bei der Einweihung eines dritten Magnetresonanztomografen (MRT; auf Französisch IRM) im Centre hospitalier de Luxembourg (CHL). „Es darf nicht sein, dass Patienten in einem Land wie Luxemburg ins Ausland reisen müssen, um effizient behandelt zu werden“, erklärt Etienne Schneider weiter. Daher sei es wichtig, die Zahl der MRT-Geräte zu erhöhen.

„Es war ein langer Weg“, äußert sich dazu Dr. Romain Nati, CHL-Generaldirektor. „Bereits im September 2012 haben wir unsere Anfrage an die nationale Gesundheitskasse CNS gerichtet, um ein weiteres Gerät zu erhalten.“ Dann sei plötzlich alles sehr schnell gegangen. Das Ziel: die Wartezeiten der Patienten effektiv zu verkürzen. 

Nun gelte es, den Klinikberuf attraktiver zu gestalten und Fachpersonal zu rekrutieren. 

Innovativer Containerbausatz 

Um den Tagesablauf im Klinikum nicht zu stören, wurde das MRT-Gerät in zwei vorgefertigten Containern angeliefert. Inneneinrichtung, Boden, Elektronik – alles wurde fertig eingebaut. So konnten lange Umbauarbeiten am Gebäude vermieden werden. 

Eine spezialisierte Firma in den Niederlanden fertigte die Boxen nach den individuellen Wünschen des Klinikums an. Zehn, beziehungsweise 32 Tonnen schwer, kamen die Container mit Unterstützung der Polizei auf Spezialtransportern Anfang Oktober nach Luxemburg. 

Jeden Tag profitieren bereits zwischen 20 und 29 Menschen vom neuen MRT.
Jeden Tag profitieren bereits zwischen 20 und 29 Menschen vom neuen MRT.
Foto: Pierre Matgé

Ein Schwerlastkran stellte die Behälter an ihren Platz draußen am Gebäude. Eine Tür verbindet Gebäude und Container miteinander. Die Boxen sind so gestaltet, dass im Innenbereich kein erkennbarer Unterschied zum Rest des Gebäudes besteht. Bilderpanoramas und indirektes Licht sollen auf die Patienten beruhigend wirken. 

Außerdem sind ein Vorbereitungsraum, zwei Umkleidekabinen für die Patienten und eine Praxis für die Mediziner vorhanden. „Nach der Installation und den erfolgreichen Tests kamen Mitte Oktober die ersten Patienten zur Untersuchung. Heute sind das jeden Tag 20 bis 29 Menschen“, erklärt Romain Nati. Hauptsächlich werde das Gerät für Knochen- und Gelenkuntersuchungen eingesetzt. 

Die Kosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Auch das Centre hospitalier du Nord (CHDN) bekommt noch vor Ende des Jahres ein weiteres MRT-Gerät.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Im Hôpital Robert Schuman in Kirchberg wurde am Montag ein zweites IRM-Gerät geliefert. Der erste Patient wird am 22. Juli untersucht.
Lok , Zweiter IRM für Hopital Kirchberg , Foto: Guy Jallay/Luxemburger Wort
Um die Wartezeiten für IRM-Untersuchungen zu verkürzen, könnten solche Geräte künftig in Gemeinschaftspraxen erlaubt werden. Dies stellte nun Minister Schneider in Aussicht. Trifft dies ein, so könnten in Potaschberg Fachärzte einen IRM betätigen.
22.11.2017 Luxembourg, Hôpital Zitha, Zitha Krankenhaus, Zithaklinik,  Hôpitaux Schuman Group, ADDM, Ärztekammer, desinfektion der Instrumente, Eingriff, Instrumentenaufbereitung, Palliativ, morgue, Leichenhaus, Tod, sterben,  krank, Krankenhaus, Krankenkasse, Krankenscheine, Krankenwesen, OP, opération, policlinique, Polyclinique, service d'urgence, Spital, urgences, Radiologie, radiographie   photo Anouk Antony
Magnetresonanztomografie-Geräte (MRT)
Die Nachricht, dass nur zwei statt vier Magnetresonanztomografie-Geräte in Luxemburg installiert werden, hat bei der „Association des médecins et médecins-dentistes“ (AMMD) für Aufregung gesorgt. Die Diskussionen dauern jedoch schon länger an. Eine Zusammenfassung.
Kürzere Wartezeiten erwünscht
Die Wartezeiten für MRT-Untersuchungen sind lang. Vier zusätzliche Geräte könnten Abhilfe schaffen, sie sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Dabei sind viele Verschreibungen nicht gerechtfertigt.
Un médecin pratique un examen d'imagerie par résonance magnétique (IRM) sur un patient, le 24 novembre 2009 à l'Institut de recherche contre les cancers de l'appareil digestif (IRCAD) de Strasbourg, lors de l'inauguration d'une plate-forme d'IRM interventionnelle dernier cri et unique en Europe. Cette plate-forme "dernière génération" est installée à l'Hôpital civil, dans le service de radiologie du Pr Afshin Gangi, à l'avant-garde en France et en Europe des techniques de thérapies ciblées, telles que les cimentoplasties ou encore les thermo/cryo ablations de tumeurs, plus rapides et moins traumatisantes que des opérations classiques.  AFP PHOTO IRCAD  F.MAIGROT