Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Neues Einsatzzentrum: Ein kostspieliges Unterfangen
Lokales 28.09.2015

Neues Einsatzzentrum: Ein kostspieliges Unterfangen

 So soll die neue Kaserne aussehen.

Neues Einsatzzentrum: Ein kostspieliges Unterfangen

So soll die neue Kaserne aussehen.
Foto: Stadt Luxemburg
Lokales 28.09.2015

Neues Einsatzzentrum: Ein kostspieliges Unterfangen

Nach 15 Jahren Planungsarbeit bekommt die hauptstädtische Feuerwehr ein neues Zuhause im Ban de Gasperich. Am Montag stimmte der Gemeinderat dem Bauvorhaben zu. Die Gesamtkosten liegen bei 121,7 Millionen Euro.

(AH) - Am Boulevard Kockelscheuer im Ban de Gasperich wird die hauptstädtische Berufsfeuerwehr eine neue Heimat finden. Ein kostspieliges, aber notwendiges Projekt, dessen Umsetzung nach 15-jähriger Planungsarbeit nun nichts mehr im Weg steht.

Sowohl der Bau des neuen Einsatzzentrums der hauptstädtischen Feuerwehr als auch zwei dazugehörige Konventionen wurden am Montag vom Gemeinderat der Stadt Luxemburg einstimmig angenommen.

Kosten in Höhe von 121,7 Millionen Euro

Der Gesamtkostenpunkt liegt bei stolzen 121,7 Millionen Euro. Während die Stadt Luxemburg Bauherr der Kaserne ist, deren Bau vorfinanzieren und der Staat 44,84 Prozent der Kosten zurückzahlen soll, werden die restlichen Anlagen komplett vom Staat finanziert. 

Das Projekt ist in zwei Zonen aufgeteilt. In Zone 1 werden die Zentren der freiwilligen und hauptberuflichen Feuerwehr der Stadt Luxemburg, die Verwaltung der Rettungsdienste, die Notrufzentrale 112 und das „Institut national de formation des services de secours“ untergebracht. In Zone 2 werden die technischen Installationen zur sportlichen und praktischen Ausbildung der freiwilligen und hauptberuflichen Feuerwehrmänner eingerichtet.

Der gemeinsame Standort befindet sich auf einer 5,2 Hektar großen Fläche im Ban de Gasperich am Kreisverkehr Gluck. Das Projekt wurde vom deutschen Architektenbüro „Böge Linder K2“ in Zusammenarbeit mit dem Büro „Architecture et Environnement SA“ sowie dem „Bureau d'études Schroeder et Associés“, „Jean Schmit Engineering“ und „KPlan“ ausgearbeitet.

Mehr zum Thema:

- 107 Standorte - fünf Klassen

- Steuer auf KFZ-Versicherung kommt

- Reform der Rettungsdienste: Nicht zum Nulltarif

- Einsatzzentrum könnte ab 2016 entstehen


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Reform der Rettungsdienste: Aus zwei mach' eins
2016 sollen Protection civile und freiwillige Feuerwehren in einem Etablissement public zusammenarbeiten. So sieht die Zeittafel von Minister Dan Kersch aus. Am Nachmittag präsentiert er den Gesetzentwurf.
Baustelle Blaulichtmilieu: Bis 2016 soll die Reform den Instanzenweg schaffen.
Reform der Rettungsdienste : Nicht zum Nulltarif
Die Reform der Rettungsdienste wird es nicht zum Nulltarif geben. Beläuft sich der Kostenpunkt heute auf jährlich 60 Millionen Euro, geht Innenminister Dan Kersch davon aus, dass Staat und Gemeinden nach der Reorganisation zwischen 80 und 85 Millionen Euro aufbringen müssen.
Der Kostenpunkt reflektiert den Preis eines effizienten Rettungsdienstes.