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Neues Busnetz für besseren Service
Lokales 2 Min. 11.09.2019

Neues Busnetz für besseren Service

Die Ausschreibung für die RGTR-Dienste wird europaweit erfolgen.

Neues Busnetz für besseren Service

Die Ausschreibung für die RGTR-Dienste wird europaweit erfolgen.
Anouk Antony
Lokales 2 Min. 11.09.2019

Neues Busnetz für besseren Service

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Mobilitätsminister Bausch lässt das RGTR-Busnetz komplett überarbeiten.

Das Netz der überregionalen Verkehrsbusse RGTR wird komplett überarbeitet und fit für die Zukunft gemacht. Laut Mobilitätsminister François Bausch ist das 1978 gegründete "Régime Général des Transport routiers" in die Jahre gekommen und muss den aktuellen Gegebenheiten und Bedürfnissen angepasst werden."

„Das gesamte Netz ist historisch gewachsen, teils auf Wunsch der Gemeinden oder aber auf Nachfrage von Schulen und Unternehmen hin. Der Flickenteppich entspricht heute aber nicht mehr einem modernen Verkehrsnetz, das Umsteigepunkte systematisch miteinander verbindet und zugleich einen flächendeckenden öffentlichen Transport gewährleistet“, so Bausch.

Ein wahrer Flickenteppich

So leidet das derzeit größte nationale Transportnetz unter einer ganzen Reihe von Inkohärenzen, wie schwer nachvollziehbaren Routen, unklaren Umsteigemöglichkeiten und vielen wenig genutzten Haltestellen. Um den Ist-Zustand zu analysieren, wurden ab September 2016 Zählungen durchgeführt. Zudem dienten die Luxmobil-Studie 2017 und eine groß angelegte nationale Analyse im September 2017 als Datenbasis für einen neuen Anlauf. „Die Studien zeigten klar die Schwachpunkte auf“, so Bausch. „Das System ist komplex und nur regelmäßige Nutzer verstehen es wirklich, die Fahrpläne sind nicht aufeinander abgestimmt. Des weiteren ist die Bezeichnung der Linien nur schwer nachvollziehbar, auf vielen Strecken wurden Busse eingesetzt, die nicht den wirklichen Bedürfnissen entsprachen.“


Lokales,Kreuzung in Frisingen. Ampelanlage für Busse.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Eine grüne Welle für den Bus
Ein Pilotprojekt in Frisingen soll dem öffentlichen Transport an Kreuzungen durchgehend grüne Ampeln gewähren - mit entsprechendem Zeitgewinn gegenüber dem Individualverkehr.

In einer ersten Phase wurden am Mittwoch  die großen Prinzipien dieses künftigen RGTR-Netzes vorgestellt. Ein erstes Grundnetz ist sozusagen das Rückgrat der Busverbindungungen. Von der Stadt Luxemburg aus führen neun Hauptlinien in sämtliche Regionen. Im Uhrzeigersinn werden dabei die Linienbezeichnungen 100 bis 900 verwendet. 

Zielorte sind die Nordstadt und Wiltz, Echternach, Wasserbillig und Remich im Osten, Thionville, Esch/Alzette und Petingen im Süden sowie Steinfort und Redingen im Westen. Sogenannte Expresslinien werden die Hauptstadt auf schnellstem Wege mit diesen Zielorten verbinden, dies mit einem strikten Minimum an Haltestellen. Zusätzlich werden zwei weitere Netze von Zubringern geschaffen, welche die regionalen Knotenpunkte an das Hauptnetz anbinden.

Rufbus und verlängerter Dienst

 „Mit dieser Neuorganisation wird das gesamte Netz klarer und effizienter, auch die Fahrpläne können präziser eingehalten werden weil die Streckenführung so angepasst wurde, dass ein Maximum an Busspuren genutzt werden kann“, so Bausch. Weil es viele Klagen über leere Busse und schlechte Anbindungen im ländlichen Raum gab, will Bausch zudem ein Rufbussystem einführen. Auf Wunsch kann man dann mit einer gewissen Vorlaufzeit einen Termin mit einem Bus vereinbaren und diesen ab einer bestimmten Haltestelle benutzen.

Zudem soll der Fahrplan so erweitert werden, dass der Basisdienst bis 23 Uhr sowie an den Wochenenden funktioniert. „Wer dann um sechs Uhr abends in Luxemburg den Zug nach Clerf besteigt, wird dort auch noch den Busdienst nutzen können“, erklärt Bausch. 

Geplant sind des weiteren ein einheitliches Erscheinungsbild der RGTR Busse, damit diese auch direkt als solche erkennbar sind, sowie eine strikte Trennung von Schulbusdienst und regulärem Dienst. Die ganze Reform wird allerdings nicht sofort umzusetzen sein. In den kommenden Wochen werden die Gemeinden im Detail informiert, Anfang 2020 werden dann die detaillierten Pläne veröffentlicht. Ab Mai 2020 rechnet Bausch mit ersten konkreten Umstellungen, der ganze Prozess soll bis September 2021 abgeschlossen sein.


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