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Neuer MRT im CHdN: fast wie im Kino
Lokales 2 Min. 09.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Neuer MRT im CHdN: fast wie im Kino

Das neue MRT-Gerät im Ettelbrücker Krankenhaus verfügt über modernste Technik. Nach einer Testphase soll es am 7. September in Betrieb genommen werden.

Neuer MRT im CHdN: fast wie im Kino

Das neue MRT-Gerät im Ettelbrücker Krankenhaus verfügt über modernste Technik. Nach einer Testphase soll es am 7. September in Betrieb genommen werden.
Foto: Nico Muller
Lokales 2 Min. 09.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Neuer MRT im CHdN: fast wie im Kino

Nico MULLER
Nico MULLER
Im Ettelbrücker Krankenhaus wird in Kürze ein zweites MRT-Gerät in Betrieb genommen. Es ist voll gepackt mit modernster Technik.

Im Ettelbrücker Centre hospitalier du Nord (CHdN) beginnt in wenigen Tagen eine neue Zeitrechnung: Mit der Inbetriebnahme eines zweiten, hochmodernen Magnetresonanztomografen wird sich die Wartezeit für die Patienten auf eine MRT/IRM-Untersuchung nämlich bald bedeutend verkürzen. Bislang konnte diese Wartezeit schon mal Monate sein.

Das zweite MRT-Gerät war Mitte Juni in Einzelstücken angeliefert und anschließend vor Ort zusammengesetzt worden. Nach einer Testphase soll er am 7. September voll in Betrieb genommen werden.

Ab dem Zeitpunkt wird man im CHdN in der Lage sein, mehr als 30 zusätzliche MRT-Untersuchungen am Tag durchzuführen. Zusammen mit dem ersten Tomografen kann die Zahl damit auf weit über 50 hochgefahren werden. Da der Patient bei einer MRT-Untersuchung keiner Strahlenbelastung ausgesetzt ist, werden Kernspintomografen bevorzugt eingesetzt.

Bedeutend größerer Komfort im Innern der Röhre

Vor Ort machten sich dieser Tage auch Gesundheitsministerin Paulette Lenert und der Minister für soziale Sicherheit, Romain Schneider, ein Bild über den neuen Tomografen, der in Luxemburg bis dato einzigartig ist.

Das Hightech-Gerät der Marke Philips zeichnet sich durch eine außergewöhnlich gute Bildqualität, eine um die Hälfte verkürzte Untersuchungszeit sowie eine um 40 Prozent gesenkte Geräuschbelastung aus. Dank einer um zehn Zentimeter größeren Magnetöffnung (70 Zentimeter) und einer luxuriösen Matratze bietet das MRT zudem allen Patienten größtmöglichen Komfort.

Durch die freie Auswahl von Bildern oder Videos kann der Patient im Innern der Röhre seine Umgebung selbst gestalten.
Durch die freie Auswahl von Bildern oder Videos kann der Patient im Innern der Röhre seine Umgebung selbst gestalten.
Foto: Nico Muller

Darüber hinaus wird das Wohlbefinden der Patienten durch innovative Techniken im Innern der Röhre gestärkt. So kann der Patient zum Beispiel durch die Auswahl von Bildern oder Videos seine Umgebung selbst gestalten. Diese werden an eine Wand außerhalb der Röhre projiziert und können im Innern über einen leicht zu positionierenden Spiegel angesehen werden. Man könnte sich also fast wie im Kino fühlen...

Darüber hinaus leitet eine automatisierte Infostimme (in vielen Sprachen) den Patienten sanft durch die Atempausen und kündigt Tischbewegungen an. Mit den drei innovativen Elementen – visueller Eindruck, beruhigende Anleitung und viel geringere Geräuschbelastung – will man erreichen, dass sich einerseits der Patient wohler fühlt und andererseits der Arbeitsablauf effizienter gestaltet werden kann, wie Claude Scholtes, Chef der Röntgenabteilung im CHdN, betont.


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Das jetzt im Ettelbrücker Krankenhaus vor der Inbetriebnahme stehende MRT-Gerät ist das letzte von landesweit vier, die die Regierung bereits Ende der vergangenen Legislaturperiode zugesagt hatte, anzuschaffen. Die anderen drei Geräte wurden bereits im vergangenen Jahr im Krankenhaus der Hôpitaux Robert Schuman (HRS) in Kirchberg, im Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) sowie im Centre hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) in Esch/Alzette installiert.

Neuer Operationssaal mit Spitzentechnik

Gleichzeitig mit dem Tomografen wird aber auch noch ein neuer Operationssaal mit Spitzentechnik in Betrieb genommen. Der neue OP ist mit Geräten der neuesten Generation ausgestattet und auf eine unter allen Gesichtspunkten optimale Patientenversorgung ausgelegt.

Der OP-Saal eignet sich hervorragend für spezielle Operationen, und wegen der schnellen Erreichbarkeit können hier auch zum Beispiel Notkaiserschnitte durchgeführt werden. Außerdem lässt er sich vom restlichen OP-Trakt abtrennen, so dass dort Covid-19-Patienten isoliert behandelt werden können, ohne dass der restliche OP-Betrieb beeinträchtigt wird.

Im Innern des Scanners könnte man sich fast wie im Kino fühlen.
Im Innern des Scanners könnte man sich fast wie im Kino fühlen.
Foto: Nico Muller

Im Rahmen ihres Besuchs unterstrich Paulette Lenert die Notwendigkeit dieses neuen sechsten Operationssaals im CHdN, zumal Ettelbrück 24-Stunden-Bereitschaftsdienst anbietet. Im vergangenen Jahr sei es immerhin zu 14 000 chirurgischen Eingriffen im Norden des Landes gekommen, so Lenert. 

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