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Neuen Buslinien in der Hauptstadt: Fahrplan kommt ins Rollen
Lokales 4 2 Min. 03.06.2015

Neuen Buslinien in der Hauptstadt: Fahrplan kommt ins Rollen

Der Fahrplan mit den neuen Linien sieht für einige Menschen eher unübersichtlich aus. Doch bei Fragen und 
Unklarheiten stehen hilfsbereite Mitarbeiter der Stadt Luxemburg Rede und Antwort.

Neuen Buslinien in der Hauptstadt: Fahrplan kommt ins Rollen

Der Fahrplan mit den neuen Linien sieht für einige Menschen eher unübersichtlich aus. Doch bei Fragen und 
Unklarheiten stehen hilfsbereite Mitarbeiter der Stadt Luxemburg Rede und Antwort.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 4 2 Min. 03.06.2015

Neuen Buslinien in der Hauptstadt: Fahrplan kommt ins Rollen

Am Montag trat der neue Busfahrplan der hauptstädtischen Linien in Kraft. Die Bilanz der ersten Tage mit den neuen Buslinien ist gemischt.

(dhay) - Am Montag trat der neue Busfahrplan der hauptstädtischen Linien in Kraft. Durch den Wegfall des Busbahnhofs „Aldringen“ wurde eine ganze Reihe von Änderungen vorgenommen. Die Bilanz der ersten Tage mit den neuen Buslinien ist gemischt.

Die im Vorfeld groß angekündigten Änderungen im Busverkehr in der Hauptstadt sind am Montag in Kraft getreten. An einigen der 30 Linien hat sich fast nichts geändert, manche sind kürzer geworden, andere länger oder fahren ganz neue Haltestellen an.

Doch wie verhält sich das neue System in der Praxis? Und wie wirkt es sich auf die Fahrgäste aus? Die Meinungen der Buspassagiere gehen stark auseinander. Etwa die Hälfte der befragten Menschen hatte am Montag fast nichts zu bemängeln. Die anderen 50 Prozent waren jedoch nicht sehr zufrieden. Einige sprachen gar „vom totalen Chaos“.

Ein Mann entrüstete sich, dass der Faltplan, der ihm im Vorfeld ausgeteilt wurde, nicht konform mit dem tatsächlichen Ablauf der neuen Linien sei. Er räumte aber gleichzeitig ein, dass die neuen Busverbindungen zum ersten Mal fahren würden und man erst abwarten müsste, was die nächsten Tage bringen.

Verspätungen und Umsteigen

Andere Mitfahrerinnen beschwerten sich, dass sie im Vorfeld eher schlecht als recht informiert wurden. „Les frontaliers sont mal desservis“, so die Französin. Sie benötigen jetzt länger, um vom Wohnort zum Arbeitsplatz zu gelangen und müssten außerdem öfters umsteigen.

Wichtig zu wissen ist aber, dass unsere Gesprächspartnerinnen sogenannte Überlandlinien nutzen. Die Stadt Luxemburg ist nicht dafür zuständig, in anderen Gemeinden auf Änderungen im Busfahrplan aufmerksam zu machen. Die einzelnen Gemeinden tragen die Verantwortung, ihre Bürger über besagte Änderungen im Fahrplan aufzuklären.

Ferner fanden es manche Fahrgäste eher unpassend, dass die Neuerungen an einem Montag in Kraft traten – und obendrein noch nach den Ferien. Jedoch war von Anfang an vorgesehen, dass die Neuerungen am Montag, dem 1. Juni, starten.

Infokampagne lange im Voraus

Die wochenlange Informationskampagne der Stadt Luxemburg aber hat ihr Ziel größtenteils erreicht. Fast die Hälfte der Passagiere finden, dass sie gut informiert wurden. Viele haben sich zusätzlich im Internet mit dem neuen Fahrplan vertraut gemacht.

Zudem stehen Mitarbeiter der Gemeinde bereit, wenn doch noch Fragen offen sein sollten. Sie orientieren die Menschen und zeigen ihnen den Weg zum neuen Bussteig. Auf den Gehwegen sind die Richtungen der neuen Haltestellen ebenfalls markiert. Und elektronische Tafeln zeigen an, in wie vielen Minuten der Bus eintreffen wird. Die Stadt Luxemburg gibt allerdings zu, dass hauptsächlich hier noch einiges zu verbessern sei.

Auch die Busfahrer wurden im Voraus geschult und auf die neue Situation vorbereitet. Die Linien sind sie im Vorfeld allerdings nicht abgefahren. Die Fahrer müssen die neuen Strecken nun selbst erst noch verinnerlichen. Vor allem die Haltestellen, die nur um einige Meter nach vorne verlegt wurden, bereiten einigen Fahrern zur Zeit Schwierigkeiten.

In einigen Tagen dürfte sich wohl jeder an den neuen Plan gewöhnt haben. Kleinere Mängel sollten bis dahin behoben sein. Im Allgemeinen sind die Verantwortlichen zufrieden mit der Restrukturierung der Linien. Die Menschen seien am ersten Tag sehr diszipliniert gewesen und hätten sich weiter nicht beklagt.

Weitere Änderungen in Sicht?

Der Leiter des hauptstädtischen Busdienstes „Autobus de la ville de Luxembourg“ (AVL), Lex Bentner, erklärt: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Änderungen an dem neuen Plan vorgenommen werden, sollte sich herausstellen, dass es Ungereimtheiten auf den einzelnen Linien geben sollte.“ Ob dies der Fall ist, wird sich bald zeigen.


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