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Differdinger "Rocade" soll 2017 eröffnen
Lokales 2 Min. 09.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Neue Zufahrtsstaße nach Differdingen

Differdinger "Rocade" soll 2017 eröffnen

Hier, etwa gegenüber der Feuerwehrkaserne, wird die neue Straße in die Rue Emile Mark münden.
Neue Zufahrtsstaße nach Differdingen

Differdinger "Rocade" soll 2017 eröffnen

Hier, etwa gegenüber der Feuerwehrkaserne, wird die neue Straße in die Rue Emile Mark münden.
Foto: Nicolas Anen
Lokales 2 Min. 09.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Neue Zufahrtsstaße nach Differdingen

Differdinger "Rocade" soll 2017 eröffnen

Lange wurde von ihr gesprochen, nun wird sie endlich gebaut, die neue Zufahrtsstraße von der "Collectrice du Sud" zum Differdinger Zentrum. Eine Eröffnung ist für 2017 geplant.

(na) - Die Erleichterung ist Roberto Traversini, Differdinger Bürgermeister, abzusehen, wenn er von der neuen „Rocade“ von Differdingen spricht. Genauer handelt es sich eigentlich um eine Umgehungsstraße vom Fousbanner Viertel, die die „Collectrice du Sud“ (A13) besser mit dem Differdinger Zentrum verbinden soll.

Sie soll weniger als zwei Kilometer lang werden, führt weder durch ein Wohngebiet noch durch eine Naturschutzzone. Und dennoch bestand sie in den letzten fünfzehn Jahren lediglich auf dem Papier. Dies weil die Straße zum Teil über Gelände vom ArcelorMittal-Werk geplant ist und dadurch einen dreieckförmigen Teil, wo sich heute die Kreativfabrik 1535°C befindet, vom Rest des Werkes abtrennen wird.

Eine kilometerlange Vorgeschichte

ArcelorMittal sei gewillt gewesen, das für die Straße notwendige Gelände dem Staat zu verkaufen, wollte aber auch gleichzeitig jenes Gelände, das als Lagerbereich benutzt wurde, ebenfalls los werden, da es ja vom Werk abgespalten werde. Da der Staat damit nicht einverstanden war, konnte die Situation erst entblockt werden, als die Gemeinde sich entschied, dieses Gelände für 30 Jahre zu mieten, erklärt Roberto Traversini. Dafür stellte sie 900 000 Euro bereit.

Eröffnung 2017 geplant

Auf Höhe der Tankstelle soll ein Kreisverkehr auf die Umgehungsstraße führen.
Auf Höhe der Tankstelle soll ein Kreisverkehr auf die Umgehungsstraße führen.
Foto: Guy Jallay

Voraussichtlich 2017 soll nach dieser langen Vorgeschichte die neue Straße eröffnet werden. Dann sollen Autofahrer, die von der A13 kommen, auf Höhe der Gulf-Tankstelle in einen Kreisverkehr geleitet werden, um dann den Fousbann zu umfahren und etwa gegenüber der Feuerwehrkaserne in die Rue Emile Mark zu münden (dort wo aktuell bereits gearbeitet wird). Eine Zufahrt auf das Gebiet der Kreativfabrik ist vorgesehen.

Hoher Kilometerpreis

Bei allen Vorteilen hat das Projekt einen Haken: seinen Preis. Die Kosten für die knapp anderhalb Kilometer Straße belaufen sich auf 9,8 Millionen Euro. Dies weil dort eine neue Kanalisation tief eingegraben wurde. Und besonders, weil es auf dem ArcelorMittal-Gelände sehr zahlreiche Kanalisation gibt, die eine äußerste Vorsicht bei den Arbeiten aufzwingt. Für Roberto Traversini steht aber jetzt fest, dass das Projekt seine Gemeinde stark aufwerten wird: „Es ist nicht oft, dass ich mich als grüner Bürgermeister über eine Straße freue. Auch werde ich weiter den öffentlichen Transportes unterstützen. Aber über dieses Projekt freue ich mich ganz bestimmt.“

Grüne Lunge für Fousbann

Anstelle des früheren Fußballfeldes soll ein Park entstehen.
Anstelle des früheren Fußballfeldes soll ein Park entstehen.
Foto: Guy Jallay

„Die, die am meisten von der Umgehungsstraße profitieren werden, sind die Einwohner des Fousbann“, ist sich der Differdinger Bürgermeister, Roberto Traversini, sicher. Parallel zum Bau der neuen Umgehungsstraße soll das frühere Fußballfeld der A.S. Differdange als Park umgestaltet werden. „Fousbann bekommt so endlich eine grüne Lunge“, erklärt Traversini. Dort wurde bereits ein Wasserauffangbecken gebaut.

Tempo 30 in der Rue Emile Mark angepeilt

Weiter gedenkt die Gemeinde, wenn der neue Contournement in Betrieb ist, einen Antrag zu stellen, um aus der Nationalstraße Rue Emile Mark eine Gemeindestraße zu machen. Dies würde es ermöglichen, dort eine Tempo 30-Zone einzuführen. „Da wäre der Fousbann nicht mehr durch eine Straße in zwei geteilt und die Bürger würden stark an Lebensqualität gewinnen.“ Auch werde dadurch die Kreuzung zwischen der Rue de Soleuvre und der Rue Woiwer entschärft „eine der dümmsten und gefährlichsten Straßenkreuzungen“, so Traversini.


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