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Neue Ideen für alte Mobiltelefone
Lokales 2 Min. 13.10.2018

Neue Ideen für alte Mobiltelefone

Ein solcher Umschlag liegt der Samstagsausgabe des „Luxemburger Wort“ bei.

Neue Ideen für alte Mobiltelefone

Ein solcher Umschlag liegt der Samstagsausgabe des „Luxemburger Wort“ bei.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 13.10.2018

Neue Ideen für alte Mobiltelefone

Ein ungenutztes Mobiltelefon, das sein Dasein in einer Schublade fristet, könnte durchaus noch einen Zweck erfüllen. Entweder um jemand anderem damit zu helfen, oder um dessen seltene Ressourcen in den Kreislauf zurückzugeben.

(dho) - Der Samstagsausgabe des  „Luxemburger Wort“ liegt ein grüner Umschlag mit der Aufschrift Mobile Bag bei. Mobiltelefone, die man nicht mehr benötigt, kann man in diesen packen und ihn dann in einem Postshop abgeben oder dem Briefträger aushändigen. Das Projekt trägt den Namen eReUse und wurde am 10. Oktober von der Caritas und der gemeinnützigen Organisation Digital Inclusion, zusammen mit Partnern, wie etwa dem „Luxemburger Wort“, ins Leben gerufen.

Wieso die Kampagne sinnvoll ist, erklärte Daniela Ragni von der Caritas Anfang des Monats auf einer Pressekonferenz: „Alte Mobiltelefone wurden bisher ins Ausland geschickt und dann dort geschreddert. Erst danach wurden die wertvollen Materialien ausgesondert.“ In Zukunft werden die Geräte aber bereits in Luxemburg per Hand in ihre Einzelteile zerlegt, sodass der Prozess optimiert werden kann.

So können größere Mengen der wertvollen Materialien gewonnen werden, die in jedem Mobiltelefon enthalten sind. Zu den Rohstoffen zählen etwa Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold.  Metalle, die unter anderem in Afrika häufig zu Konflikten und Ausbeutung der Bevölkerung führen. Je mehr dieser Materialien recycelt werden, desto geringer das Konfliktpotenzial, so zumindest eine der Hoffnungen der Initiatoren des eReUse-Projektes. Darüber hinaus hat das Recyceln von Materialien ebenfalls eine ökologische Komponente.

Nicht nur alte Handys

Neuere Smartphones können aber auch in dem Umschlag abgegeben werden. Diese werden selbstverständlich nicht zerlegt. Sie werden, wenn nötig, in den Ateliers von Digital Inclusion repariert und an Personen weitergegeben, die sich die Anschaffung eines Smartphones nicht leisten können. Jedoch wird dies nur mit Smartphones gemacht, die weniger als sechs Jahre alt sind, da nur in diesem Fall eine vollständige Löschung der privaten Daten möglich ist. Ältere Geräte werden in einem Atelier der Caritas in der Industriezone in Bissen auseinandergenommen und die Platine, also sozusagen die Festplatte des Mobiltelefons, fachgerecht zerstört und entsorgt.


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Wer glaubt, dass das alte Mobiltelefon in der Schublade nichts tauge, der irrt. Das Gerät könnte nämlich recycelt werden und so die Umwelt schonen, oder es könnte gespendet werden.
Die Kampagne startet am 10. Oktober.