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Neue Finanzschöffin Tanson: "Wir haben viel vor"
Lokales 2 Min. 15.01.2014

Neue Finanzschöffin Tanson: "Wir haben viel vor"

Seit Dezember 2011 ist Sam Tanson Mitglied im hauptstädtischen Gemeinderat. Am 12. Dezember 2013 wurde sie als Erste Schöffin vereidigt und trat damit die Nachfolge von François Bausch an.

Neue Finanzschöffin Tanson: "Wir haben viel vor"

Seit Dezember 2011 ist Sam Tanson Mitglied im hauptstädtischen Gemeinderat. Am 12. Dezember 2013 wurde sie als Erste Schöffin vereidigt und trat damit die Nachfolge von François Bausch an.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 15.01.2014

Neue Finanzschöffin Tanson: "Wir haben viel vor"

Die hauptstädtische Bevölkerung wächst und wächst. Gab es 2005 rund 82.000 Einwohner in Luxemburg-Stadt, so waren es 2013 bereits über 100.000. Das hat Auswirkungen auf die Infrastruktur.

(DL) - Die hauptstädtische Bevölkerung wächst und wächst. Lebten im Jahr 2005 noch 81.800 Einwohner in Luxemburg-Stadt, so waren es 2013 bereits 103.600. „Wer Wachstum sagt, sagt Infrastrukturen“, meint die neue Finanzschöffin Sam Tanson im Gespräch  mit wort.lu. Ein Blick in den Haushalt 2014 macht deutlich: Investiert wird im Jahr 2014 in erster Linie in den Bau von Schulgebäuden, Schulfoyers und Kindertagesstätten.

Trotz der vielen Investitionen beschreibt Tanson die Finanzpolitik der Gemeinde als vorsichtig. Nicht ohne Grund: „Wir haben noch sehr viel vor.“

23,6 Millionen Euro für die Grundschulen

Im Budget 2014  seien laut Tanson allein 23,6 Millionen Euro im Bereich der Grundschulen vorgesehen. Zu den wichtigsten Projekten zählen der Bau der Zentralschule in Clausen, die neue Aloyse-Kayser-Schule in Belair sowie der Neubau in der Rue Vauban. In der Rue de Merl sowie in der Rue Antoine Meyer werden derweil die bestehenden Schulgebäude ausgebaut.

9,6 weitere Millionen Euro würden indes in die Konstruktion von neuen Schulfoyers fließen, dies u.a. in der Rue Charles IV, in der Rue de Merl sowie in der Rue de Rollingergrund.

Schaffung von neuem Wohnraum als Priorität

Vorrang hat für die Stadt Luxemburg jedoch auch der Wohnungsbau. 2014 fließen laut Tanson denn auch insgesamt sechs Millionen Euro in die Schaffung von neuem Wohnraum, dies unter anderem in Limpertsberg und Mühlenbach.

Eine große Herausforderung bleibe auch die Mobilität. Einerseits stünden die ersten, konsistenten Beteiligungen für den Bau der Tram an, erklärt Tanson (3,1 Millionen Euro im Budget 2014). Im Haushalt vermerkt sei außerdem mit 0,8 Millionen Euro das Carsharing-Projekt. Etwas teurer, nämlich mit rund zwei Millionen Euro, schlage derweil die erste Phase beim Ausbau der Tiefgarage Knuedler zu Buche.

Überschuss von 10,6 Millionen Euro erwartet

Trotz der vielen Investitionen sei die Finanzlage der Hauptstadt gut, fasst Finanzschöffin Sam Tanson zusammen. 2014 plane man, mit einem Bonus in Höhe von 10,6 Millionen Euro abzuschließen – dies nicht zuletzt dank der 40 Millionen Euro an außerordentlichen Einnahmen, die noch aus der Immobilientransaktion des Projektes „Royal-Hamilius“ eingehen werden.

Und auch das Vorjahr habe man, zwar mit einem geringeren Bonus als geplant, aber dennoch mit einem Überschuss von fünf Millionen Euro, abgeschlossen.

Große Pläne für die  Zukunft

Über Reserven verfügt die Stadt Luxemburg ebenfalls. „Diese Reserven, die wir anlegen, sowie die vorsichtige Vorgehensweise, zeigen: Wir haben noch sehr viel vor!“, unterstreicht Sam Tanson.

Darunter in erster Linie der Bau der Tram, mit dem  Ausgaben von mehr als 100 Millionen Euro auf die Gemeinde zukommen würden, die Kinderbetreuung, wo der Bedarf immer größer werde, sowie der Wohnungsbau. Die vorsichtige Verwaltung in den vergangenen Jahren habe sich als der richtige Weg erwiesen: „Wir wissen, wo das Geld hin muss“, so Tanson abschließend.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Mittwochsausgabe des "Luxemburger Wort".