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Neue Fahndungsfotos: Luxemburger Mörder seit 13 Jahren auf der Flucht
Lokales 10.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Neue Fahndungsfotos: Luxemburger Mörder seit 13 Jahren auf der Flucht

Neue Fahndungsfotos: Luxemburger Mörder seit 13 Jahren auf der Flucht

Lokales 10.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Neue Fahndungsfotos: Luxemburger Mörder seit 13 Jahren auf der Flucht

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Seit 13 Jahren sucht Interpol nach dem verurteilten Mörder Jean-Marc Sirichai Kiesch. Die Zielfahndungseinheit der Luxemburger Polizei will ihm nun mit neuen Fahndungsfotos auf die Spur kommen.

Es war ein abscheuliches Verbrechen: Am 5. Januar 1999 wird in Befort bei einem Raubüberfall eine ältere Frau in ihrem eigenen Haus getötet. Der Mörder versucht die Tat im Anschluss durch Brandstiftung zu vertuschen.

Der Fall ist schnell aufgeklärt. Als Täter wird ein junger Mann zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt. Fünf Jahre später wird Jean-Marc Sirichai Kiesch wegen guter Führung ein Hafturlaub gewährt. Er nutzt die Gelegenheit und taucht unter.

Seitdem wird nach ihm weltweit gesucht. Seit Jahren steht sein Name auch auf der Liste der "Europe's most wanted fugitives" von Europol.

Nun hat die Zielfahndungsabteilung der Polizei gemeinsam mit deutschen Spezialisten künstlich gealterte Fahndungsfotos erstellt, die zeigen sollen, wie der 37-Jährige heute ausehen könnte.

Da die Lebensumstände des Flüchtigen dessen Aussehen beeinflussen kann, sind zwei Bilder ausgearbeitet worden, eine schlankere und eine kräftigere Variante. Kiesch ist 1,75 Meter groß und von asiatischer Abstammung. Er hört auf den Spitznamen "Siri".

Als besonderes Erkennungsmerkmal gilt die Warze links unter seiner Unterlippe, heißt es weiter von der Cellule Recherche Fugitifs - Fugitive Active Search Team (FAST) der Kriminalpolizei.

Informationen zum Verbleib von Jean-Marc Sirichai Kiesch nimmt der Polizeinotruf 113, jede Polizeidienststelle oder direkt die FAST-Einheit über die E-Mail-Adresse fast.lux@police.etat.lu entgegen. Hinweise werden auf Wunsch vertraulich behandelt.

Auch Ezzi weiter auf der Flucht

Mohammed Ezzi
Mohammed Ezzi
Foto: Europol

Auf der Liste der "Europe's most wanted" steht auch noch immer Mohammed Ezzi.

Der Tunesier war 2016 zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er seine Frau so lange misshandelt hatte, bis diese aufgrund ihrer wiederholten Verletzungen das Augenlicht beinahe vollständig verloren hatte.

Ezzi trat seine Haftstrafe nie an.