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Neue Dynamik für die Cité militaire in Diekirch
Lokales 2 Min. 06.07.2018

Neue Dynamik für die Cité militaire in Diekirch

Blick in die Zukunft: So soll das neue Viertel, von der Rue Alexis Heck aus betrachtet, aussehen.

Neue Dynamik für die Cité militaire in Diekirch

Blick in die Zukunft: So soll das neue Viertel, von der Rue Alexis Heck aus betrachtet, aussehen.
Grafik: WW+
Lokales 2 Min. 06.07.2018

Neue Dynamik für die Cité militaire in Diekirch

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Bis 2022 entstehen in Diekirch 180 neue Wohnungen, Büros, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen. All dies auf dem Gelände der Ancienne Cité militaire im Herzen der im Norden des Landes gelegenen Sauerstadt.

Zuerst stand an diesem Ort ein Hotel, anschließend wurden Soldaten dort untergebracht, zukünftig sollen dort Kinder spielen und Menschen ihre Einkäufe erledigen. Die Ancienne cité militaire in Diekirch wird ihr Gesicht in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Waren in einer ersten Planung lediglich 150 Wohneinheiten vorgesehen, erlaubt eine Abänderung des Plan d'aménagement particulier (PAP) durch die Gemeinde jetzt 180 neue Wohnungen.

Guy Entringer, Präsident der Société nationale des habitations à bon marché (SNHBM), ging gestern bei der Vorstellung des Projekts im Detail auf das zukünftige Gesicht des zwei Hektar großen neuen Wohnviertels ein, das direkt an der Sauer liegt.

Ein Drittel dieser Wohnungen soll auf dem freien Markt angeboten werden, allerdings mit der Einschränkung, dass diese erst nach 99 Jahren weiterverkauft werden dürfen. Mit dieser Maßnahme soll möglichen Spekulationen vorgebeugt werden. Bei den anderen zwei Dritteln handelt es sich um Mietwohnungen; um einen möglichst großen sozialen Mix sicherzustellen, variiert die Zahl der Zimmer und dadurch der Mietzins.

Autofreies Viertel

Neben den Wohnungen sollen auch Büros, Geschäfte, eine Kinderbetreuungsstätte sowie mehrere Grünflächen und Freizeiteinrichtungen entstehen; außerdem wird ein Parkhaus für 350 Fahrzeuge errichtet. Dieses wird sowohl von der Rue Alexis Heck als auch von der Rue Clairefon-taine aus erreichbar sein. Somit müssen die Wagen nicht das neue Viertel selbst durchqueren.

Dem Diekircher Bürgermeister Claude Haagen ist dieser Aspekt besonders wichtig, da die Stadt auch bei weiteren Bauprojekten dieser Art zukünftig darauf achten will, diese möglichst autofrei zu gestalten. Doch nicht alles soll sich ändern. Ein Haus auf Nummer 28, Rue Alexis Heck steht unter kommunalem Denkmalschutz und bleibt erhalten. Außerdem werden weiterhin einige Wohnungen für Rekruten der Armee zur Verfügung stehen.

Claude Haagen erwartet, dass der endgültige Plan d'aménagement général (PAG) bereits in der kommenden Woche im Gemeinderat verabschiedet wird. Er rechnet mit einem einstimmigen Beschluss, wie bereits beim PAG provisoire. Im September wird dann der PAP in Kraft treten.

Im Frühjahr 2019 soll dann der Abriss der bestehenden Gebäude und der Bau der Straßen beginnen. Diese Arbeiten werden etwa ein Jahr in Anspruch nehmen, sodass Anfang 2020 mit dem eigentlichen Baubeginn zu rechnen ist. Ende 2022 sollen die ersten Bewohner ihr neues Zuhause beziehen. Guy Entringer bezeichnet diesen Zeitplan als äußerst ambitioniert, aber durchaus realistisch. 

Weitere Projekte geplant

Wohnungsbauminister Marc Hansen freute sich vor allem darüber, dass bei diesem Projekt größtmöglicher Wert auf die Qualität der Gebäude gelegt werde; das sei aufgrund der enormen Nachfrage und des damit verbundenen Zeitdrucks auf dem heimischen Wohnungsmarkt leider nicht immer der Fall.

Bürgermeister Claude Haagen nutzte die gestrige Gelegenheit, um auf zwei weitere wichtige Bauprojekte der Gemeinde Diekirch hinzuweisen. So sollen die Arbeiten auf dem ehemaligen Brauereigelände voraussichtlich in einigen Monaten beginnen, auch die Erweiterung Diekirchs in Richtung Erpeldingen sei auf einem guten Wege.


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