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natur&ëmwelt: Deutliche Kritik an geplanter Joghurtfabrik
Lokales 11.08.2020

natur&ëmwelt: Deutliche Kritik an geplanter Joghurtfabrik

Auf dieser Fläche soll die Joghurtfabrik von Fage enstehen.

natur&ëmwelt: Deutliche Kritik an geplanter Joghurtfabrik

Auf dieser Fläche soll die Joghurtfabrik von Fage enstehen.
Lex Kleren
Lokales 11.08.2020

natur&ëmwelt: Deutliche Kritik an geplanter Joghurtfabrik

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Der hohe Wasserverbrauch und eine allgemein nicht nachhaltige Produktionsweise sprechen laut der Naturschutzorganisation gegen das geplante Projekt.

Die Naturschutzorganisation natur&ëmwelt kritisiert die Pläne zum Bau einer Joghurtfabrik in Bettemburg. Angesichts des immer wieder vom Wasserwirtschaftsamt erforderten sparsamen Umgangs mit der natürlichen Ressource Wasser sei nicht nachzuvollziehen, wie einer Joghurtfabrik ein täglicher Verbrauch von rund 300 Kubikmetern mit Stundenspitzen bis zu 400 Kubikmetern zugestanden werden könne.  Auch der Umstand, dass das Trinkwassersyndikat SES über die Sebes Reserven beantragen könne die eigentlich Notsituationen vorbehalten sind, würde Fragen aufwerfen. 


Lokales, Site von der Fage Joghurtsfabrik, Z.I. Wolser, Foto: Lex Kleren/Luxemburger Wort
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Die geplante Fage-Joghurtfabrik in Bettemburg steht vor umweltrelevanten Herausforderungen. Insbesondere Trinkwasser und Abwassermengen belasten die nationalen Ressourcen.

Natur&ëmwelt kritisiert zudem den Impakt des Abwassers auf die bereits belastete Alzette. Trotz einer geplanten hochmodernen Kläranlage müsse man sich fragen, wer im Falle einer Verunreinigung der Alzette die Sanierungskosten tragen würde. Ungewöhnlich sei zudem die Finanzierung eines Abwasserkanals durch das Wirtschaftsministerium, wo es sich doch um ein reines Privatprojekt handelt. 

Weiter kritisiert natur&ëmwelt den Umstand, dass die betreffenden Dossiers im Zeitraum vom 27. Juli bis zum 10. August eingesehen werden konnten, mitten in der Ferienzeit, also wenn viele Bürger überhaupt nicht anwesend sind.    

Das Projekt erfülle so oder so in keinster Weise die so oft herauf beschworenen  Kriterien der Nachhaltigkeit, der Kreislaufwirtschaft, der erneuerbaren Energien und einer naturfreundlichen Lebensmittelherstellung, so noch die Naturschutzorganisation.     

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