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Nato-Beamter aus Capellen tot aufgefunden
Lokales 22.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Rätselhafte Umstände

Nato-Beamter aus Capellen tot aufgefunden

Der Nato-Spitzenbeamte war bei der NSPA (ehemalige Namsa) beschäftigt.
Rätselhafte Umstände

Nato-Beamter aus Capellen tot aufgefunden

Der Nato-Spitzenbeamte war bei der NSPA (ehemalige Namsa) beschäftigt.
Foto: Guy Jallay
Lokales 22.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Rätselhafte Umstände

Nato-Beamter aus Capellen tot aufgefunden

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
In der Nähe von Namur wurde ein hoher Nato-Beamte mit einer Kugel im Kopf tot aufgefunden. Die Familie glaubt nicht an einen Selbstmord.

(ml) - Am vergangenen Freitag wurde Yves Chandelon, ein hoher Nato-Beamter, der in Capellen arbeitete, im belgischen Andenne, rund 100 Kilometer von seinem Wohnort Lens entfernt, mit einer Kugel im Kopf tot aufgefunden. Darüber berichtete das belgische Online-Portal Sudinfo.be am Mittwoch. Die Todesumstände sind derzeit noch unbekannt. Von einer Autopsie, die angeordnet wurde, erhoffen sich die Ermittler nun den genauen Hergang der Tat zu erfahren. Die Ergebnisse sollen in einer Woche vorliegen.

Derzeit gehe man von einem Selbstmord aus, bestätige ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Namur dem "Tageblatt" gegenüber. Die Familie hegt jedoch Zweifel an dieser These. Die NSPA (ehemalige Namsa), wo Chandelon seiner Arbeit nach ging, bezog bislang noch nicht Stellung dazu.

Vier Waffen

Der Beamte soll vor seinem Tod unterwegs gewesen sein, um eine Bekannte zu besuchen. Laut Sudinfo.be sind die Umstände, die zum Tod geführt haben, verwirrend. Chandelon sei im Besitz von drei Waffen gewesen, die angemeldet waren. Der tödliche Schuss stamme jedoch aus einer vierten Waffe, die im Handschuhfach aufbewahrt war, heißt es aus dem Umfeld des Staatsanwalts Vincent Macq.

Nicht gewusst ist, ob der Nato-Beamte Feinde hatte. Die Ermittler prüfen nun, ob der Mann möglicherweise Drohungen ausgesetzt war, die im Zusammenhang mit der Ausübung seines Berufes stehen könnten. Bei der Nato soll der Sechzigjährige Dossiers geprüft haben, die in Verbindung mit Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus stehen.


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