Nationalkongress des Feuerwehrverbands: Innenminister im Löscheinsatz
(jl) - Der Löscheinsatz scheint erfolgreich gewesen zu sein: Nachdem Innenminister Dan Kersch den Forderungen nach einem unbedingten Bedeutungserhalt der freiwilligen Einsatzkräfte im Zuge der Rettungsdienstereform nur Stunden zuvor mit klaren Zusagen begegnet war, verlief der Nationalkongress des Feuerwehrverbands am Freitagabend in Marnach ohne erhöhte Brandgefahr.
Dass die Freiwilligen auch in Zukunft nicht nur ein Standbein, sondern die Basis eines funktionierenden Rettungsdienstes darstellen, sei für ihn nach wie vor keine Frage, so Kersch, der dem "Pompjeesverband" am Freitagabend denn auch seinen Sitz im Verwaltungsrat jenes "Etablissement public" zusicherte, das im Zuge der Reform aus dem Zusammenschluss der freiwilligen Feuerwehren und des Zivilschutzes hervorgehen wird.
"Rettungsdienst ohne Freiwillige undenkbar"
Ferner bestätigte Kersch dem Dachverband der freiwilligen Feuerwehren nochmals, dass der Ausbildung im Rahmen des "Etablissement public" unter dem Namen "Corps grand-ducal d'incendie et de secours" (CGDIS) eine eigene Abteilung mit eigener Direktion zugestanden wird und dass die Berufsfeuerwehr bei der Reform nun gleich mit an Bord sein wird.
Darüber hinaus wolle man bei der Einstellung von hauptamtlichen Feuerwehrleuten jenen Bewerbern ein Vorzugsrecht einräumen, die zuvor schon als Freiwillige in einem Korps aktiv gewesen sind. Überhaupt sei es wichtig, dass sich Ehrenamtliche und Professionelle mit dem gleichen Respekt begegneten.
Auch Fusionen von Feuerwehrkorps werde es weiterhin nur geben, wenn diese von den Korps selbst gewollt sind, so Kersch. Feuerwehr-Nationalpräsident Marc Mamer hatte die Schließung lokaler Feuerwehrstandorte im Zuge vieler Fusionen zuvor als einen der Hauptgründe für den Abschied von freiwilligen Feuerwehrleuten und steigende Nachwuchssorgen ausgemacht.
Marc Mamer: "Reform jetzt nicht übers Knie brechen"
Vor allem forderte Marc Mamer am Freitagabend aber Zeit, damit der Feuerwehrverband die Reglementsentwürfe zum neuen Rettungsgesetz auch in Ruhe prüfen könne und die freiwilligen Rettungskräfte die anstehenden Veränderungen auch in der Praxis erproben und ordentlich umsetzen könnten.
Dan Kersch sicherte dem Verband denn auch zu, die Freiwilligen auf dem Reformweg mitzunehmen. Noch vor Pfingsten wolle man im zuständigen "Conseil supérieur" über aufgeworfene Sorgen und Probleme beraten.
