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Nationalfeiertag: Guillaume und Stéphanie in Esch/Alzette
Ein herzlicher Empfang erwartete das Erbgroßherzogliche Paar in Esch/Alzette.

Nationalfeiertag: Guillaume und Stéphanie in Esch/Alzette

Foto: Claude Piscitelli
Ein herzlicher Empfang erwartete das Erbgroßherzogliche Paar in Esch/Alzette.
Lokales 23 22.06.2016

Nationalfeiertag: Guillaume und Stéphanie in Esch/Alzette

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Erbgroßherzog Guillaume und Prinzessin Stéphanie statteten auch dieses Jahr der Minettmetropole am Vorabend des Nationalfeiertags einen Besuch ab. Sehen Sie unsere Bilder des Empfangs.

(na) - Die Alzettestraße sowie das Escher Stadthaus hatten sich am Vorabend des Nationalfeiertags in rot-weiß-blau gekleidet, um das erbgroßherzogliche Paar zu empfangen.

Nachdem Erbgroßherzog Guillaume und Prinzessin Stéphanie ein Blumengebinde beim Totenmahnmal am nationalen Resistenzmuseum niedergelegt hatten, ging es im Umzug, vorbei an zahlreichen Schaulustigen, durch die Alzettestraße bis zum Stadthausplatz.

Hier defilierten Escher Vereine und gaben ein Kostprobe ihres Könnens. Danach fand ein Empfang im Rathaus statt.

Esch 2022 soll "mit Liebe" gemacht werden

In ihrer Rede ging Bürgermeisterin Vera Spautz auf die Kandidatur zur europäischen Kulturhauptstadt 2022 ein. Erhalte Esch den Zuschlag, sollen die Kulturmanifestationen nicht elitär sondern "mit Liebe gemacht" werden.

Zur Liebe gehöre auch die Integration. In diesem Zusammenhang erwähnte die Bürgermeisterin den Mord an der englischen Abgeordneten Jo Kox. Diese Mutter zweier Kinder sei von einem geistig gestörten umgebracht worden der gedacht habe, er könne alleine für alle entscheiden, so Spautz.

"Vor was haben die dann Angst?

Sie führte diese Tat auch auf die Angst vor der Einwanderung zurück, die im Rahmen der Brexit-Debatte in England geführt wurde. "In Esch gibt es zwanzig Meter von einer Grundschule entfernt ein Heim mit 140 Personen" und es sei noch nie etwas geschehen, so Spautz noch. "Vor was haben die dann Angst?".

Struktur für Flüchtlinge

Esch sei eine "terre d'accueil". Das müsse man sich aber verdienen. So kündigte sie an, dass neben dem geplanten Flüchtlingsheim am Quai Neudorf ein Wohnkomplex entstehen wird, der zur Hälfte für sozial Schwache aus Luxemburg und zur Hälfte für Asylbewerber, die den Asylstatus erhalten haben, bestimmt wird.

Weiter unterstrich sie, das von den 197 Nationalitäten, die es weltweit gibt, 165 in Luxemburg und 122 in Esch vertreten seien.

Nach dieser Rede trug sich das erbgroßherzogliche Paar in das goldene Buch der Stadt ein, bevor es, nach einem Rundgang auf dem "Escher Volleksfest", traditionsgemäß das Lagerfeuer beim Rathaus anzündete.

Nach der Abfahrt des erbgroßherzoglichen Paars wurde noch lange rund um das Escher Rathaus gefeiert. Das Wetter, mit Temperaturen um 25 Grad um 20 Uhr, lud einfach nur dazu ein.


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