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Nationales Rettungszentrum für Feuerwehren und Zivilschutz: Gemeinsam unter einem Dach
Lokales 7 2 Min. 24.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Nationales Rettungszentrum für Feuerwehren und Zivilschutz: Gemeinsam unter einem Dach

Mit einer spektakulären Aktion wurde der Grundstein gelegt.

Nationales Rettungszentrum für Feuerwehren und Zivilschutz: Gemeinsam unter einem Dach

Mit einer spektakulären Aktion wurde der Grundstein gelegt.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 7 2 Min. 24.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Nationales Rettungszentrum für Feuerwehren und Zivilschutz: Gemeinsam unter einem Dach

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Im „Ban de Gasperich“ wird bis Mitte 2020 das „Centre national d'incendie et de secours“ entstehen. Ein Projekt, das neue Maßstäbe setzen soll.

(rr) - "Was lange währt, wird endlich gut", ist man versucht zu sagen in puncto „Centre national d'incendie et de secours“. Der Grundstein für die gemeinsame Zentrale von Feuerwehren und Zivilschutz im "Ban de Gasperich", nahe des Kreisverkehrs Gluck, wurde am Freitag gelegt.

Herzstück der Reform

„Es handelt sich hier um das Herzstück der Reform des nationalen Rettungswesens“, hatte Innenminister Dan Kersch bei der Präsentation des Projekts im Oktober 2015 gesagt. Das Gebäude soll demnach zu einem regelrechten Hauptquartier für die nationalen Rettungsdienste werden.

Das Projekt ist in zwei Zonen aufgeteilt. In Zone 1 werden die Kaserne der freiwilligen und hauptberuflichen Feuerwehr der Stadt Luxemburg, die Verwaltung der Rettungsdienste, die Notrufzentrale 112 und das „Institut national de formation des services de secours“ untergebracht.

In Zone 2 werden die technischen Installationen zur sportlichen und praktischen Ausbildung der freiwilligen und hauptberuflichen Feuerwehrleute eingerichtet. Den Löwenanteil der Baufläche machen die Kaserne und die Fuhrparkstellplätze der Berufsfeuerwehr (11.340 Quadratmeter) aus. Daran angegliedert sind die Verwaltungsräume (2.600 Quadratmeter) und Ausbildungsstätten (3.800 Quadratmeter).

Übungsinstallationen der Rettungsdienste

Spektakulär gestaltet sich Zone 2 mit den Übungsinstallationen der Rettungsdienste. Ein speziell angelegter Tunnel inklusive Schienenstrang soll Brand- und Katastropheneinsätze unter Tage simulieren. Dazu gesellt sich eine Übungshalle, in der alle Arten von Rettungsarbeiten simuliert werden können.

An einer Reihe von Gebäuden mit für Luxemburg typischer Architektur können die Wehren Löschübungen durchführen. Im sogenannten Brandhaus können Brände an verschiedenen Stellen und mit wechselnder Stärke simuliert werden.

An einen Weiher kann das sogenannte „Slipping“, das Zuwasserlassen eines Bootes, geprobt werden. Aber auch die Bergung an Böschungen von Seen und Flüssen kann hier realistisch nachgestellt werden.

Der Kostenvoranschlag für Zone 1 beläuft sich auf 121 Millionen Euro. Die Stadt Luxemburg als Bauträger wird die Arbeiten vorfinanzieren. Der Staat wird dann, wie per Konvention festgehalten, 45 Prozent der Kosten rückerstatten. Die Zone 2 hingegen wird integral vom Staat finanziert, die Kosten belaufen sich hier auf insgesamt 19,4 Millionen Euro.

Eine der modernsten Feuerwehrschulen Europas

Hochperformant und geografisch gut gelegen sei die „kleine Schwester“ der Kaserne in Hamburg, wo die Berufsfeuerwehr regelmäßig für Schulungen weile, sagte Ressortschöffin Simone Beissel bei der Grundsteinlegung.

„Hier entsteht eine der modernsten Feuerwehrschulen Europas, wo die Ausbildungsteilnehmer auf alle möglichen Notfälle vorbereitet werden", betonte Innenminister Dan Kersch. Sehr zufrieden sagte er sich darüber, dass die Berufsfeuerwehr beim „Corps grand-ducal d'incendie et de secours“ (CGDIS) mitmacht.

Benevolat wird anerkannt

Auch die Freiwilligen Feuerwehren leisteten exzellente Arbeit, betonte der Minister, der auch die Ehrenamtlichen belobigend hervorhob. Das Benevolat soll denn auch die notwendige Anerkennung erhalten, u. a. in Form der reformierten „Tubaksrent“. Alle Vergütungen sollen in Zukunft steuerfrei und frei von sozialen Abgaben sein.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 141 Millionen Euro.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 141 Millionen Euro.
Grafik: Böge Lindner K2 Architekten



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