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Nationales Radwegenetz: Von 613 auf 838 Kilometer
Lokales 2 Min. 29.10.2015

Nationales Radwegenetz: Von 613 auf 838 Kilometer

Radfahren kommt sowohl der Gesundheit der Bevölkerung als auch der Umwelt zugute.

Nationales Radwegenetz: Von 613 auf 838 Kilometer

Radfahren kommt sowohl der Gesundheit der Bevölkerung als auch der Umwelt zugute.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 29.10.2015

Nationales Radwegenetz: Von 613 auf 838 Kilometer

Derzeit ist das nationale Radwegenetz 613 Kilometer lang. Bis 2021 soll es auf 838 Kilometer ausgedehnt werden. Die Infrastrukturen sollen landesweit sicherer und attraktiver werden.

(rr) - Am 24. Februar dieses Jahres wurde das Gesetz zur Erweiterung des Radwegenetzes in der Abgeordnetenkammer gestimmt. François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, stellte am Donnerstag die neue Vorgehensweise von Ministerium und Straßenbauverwaltung vor, die eine schnellere Verwirklichung der über 100 Projekte erlauben soll.

Das laut Bausch "zerstückelte Netz" soll relativ schnell von derzeit 613 auf 838 Kilometer ausgedehnt werden. Bis Ende dieses Jahres wird das nationale Radwegenetz bereits 33 Kilometer größer sein.    

Budget fast verdoppelt

Hierzu hat sich Bausch mehrere Instrumente gegeben. Zum einen wird das Budget ab 2016 pro Jahr bei 8 Millionen Euro liegen (in 2012 waren es 2,5 Millionen Euro, in 2015 insgesamt 4,5 Millionen Euro), zum anderen wurde 2014 im Ministerium eine "Cellule Mobilité Douce" und 2015 bei der Straßenbauverwaltung eine "Division de la Mobilité Douce" geschaffen.

Neu sind die systematische Herangehensweise von Ministerium und Straßenbauverwaltung, die Absprache mit dem Umweltministerium von Beginn eines Projektes an und das größere Budget.

Die federführenden Dienststellen bearbeiten alle im Gesetz vorgesehenen Strecken. Derzeit werden Überlegungen angestellt, wie die Verwirklichung des nationalen Radwegenetzes noch schneller vonstatten gehen könnte.

Nationale Interessenpunkte anschließen

Das neue Gesetz sieht u. a. vor, dass nationale Interessenpunkte angeschlossen werden müssen, wie zum Beispiel Zugbahnhöfe, Lyzeen, Arbeitsplätzeansammlungen. Als Beispiele wurden hier die Bahnhöfe in Sandweiler, Cents und Bettemburg, die Lyzeen in Differdingen, Junglinster und Clerf  sowie der "Ban de Gasperich" angeführt. 

Neben dem Neubau von Radwegen ist vorgesehen, die bestehenden sicherer und attraktiver zu gestalten.

Laut Thierry Schwartz von der "Division de la Mobilité Douce", war das Gesetz von 1999 eher für Cyclotouristen gedacht. Das neue Gesetz sieht Verbesserungen für sie, aber auch für die Bürger vor, die das Fahrrad als Transportmittel zur Arbeit nutzen.

Der Radweg, der Dommeldingen mit dem Kirchberg-Plateau verbindet, ist aus Beton.
Der Radweg, der Dommeldingen mit dem Kirchberg-Plateau verbindet, ist aus Beton.
Foto: Straßenbauverwaltung

Hervorgehoben wurde in diesem Zusammenhang der PC2, der das Kirchberg-Plateau und Dommeldingen miteinander verbindet. Dieser Radweg komme den Menschen entgegen, die im Alzettetal wohnen. Die Piste wurde übrigens aus Beton gebaut, um die Unterhaltsarbeiten zu reduzieren. Dies ist mit Umweltexperten abgesprochen worden.

Naherholungsgebiete anbinden

Zweites großes Ziel des Gesetzes ist die Förderung des Cyclotourismus. So sollen in nächster Zeit die Naherholungsgebiete Haff Réimech und Stausee angebunden werden. Auf dem Programm stehen auch der Radweg längs der Mosel, die Anbindung des Ernz-Tales und des Naturparks "Öewersauer". 

Von nationaler und internationaler Bedeutung sind außerdem der Anschluss an das belgische Radwegenetz RAVEL und die Vennbahn in Clerf resp. die Nordstad sowie die Verwirklichung der sogenannten Euroroute Nr 5 (London - Brindisi) auf luxemburgischem Territorium. 

Was die Hauptstadt anbelangt, so werden laut Schwartz die Nord-Süd- und die Ost-West-Achse verwirklicht. Angeschnitten wurden die Passerelle "Aal Bréck", die verbreitert werden soll und der Radweg unter der "Nei Bréck", wo die Arbeiten bereits begonnen haben.

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