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Nationale „Trauma & Rescue-Challenge 2014“: Helfer proben Ernstfall
Lokales 13 2 Min. 14.09.2014

Nationale „Trauma & Rescue-Challenge 2014“: Helfer proben Ernstfall

Am Wochenende trafen sich Einsatzkräfte bei der „Trauma & Rescue-Challenge 2014“ in Ettelbrück. Dabei treten Rettungsmannschaften an, um in einem vorgegebenen Zeitraum Patienten schonend aus verunglückten Fahrzeugen zu retten.

(ArWa) - Schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Fahrzeugen auf der Auffahrt zur N7 In Ettelbrück. Eine verletzte Person ist auf der Fahrerseite in einem der schwerbeschädigten Fahrzeuge eingeklemmt. Zur gleichen Zeit stürzt eine „Inlineskaterin“ auf der Fahrradpiste längs der Sauer und zieht sich schwere Verletzungen zu.

Zwei von vielen, für die Teilnehmer, unbekannte „Unfallszenarien“, wie sie während der nationalen „Trauma & Rescue-Challenge 2014“ (NTRC) am Wochenende in der „Däichhal“ in Ettelbrück vorkamen. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der „Luxembourg Rescue Organisation“ (LRO) in Zusammenarbeit mit den Rettungszentren aus Diekirch und Ettelbrück.

Bei der „Rescue Challenge“ treten Rettungsmannschaften an, um in einem vorgegebenen Zeitraum Patienten schonend aus verunglückten Fahrzeugen (das Unfallszenario ist bei jedem Team ein anderes) zu retten. Eine patientenorientierte Vorgehensweise, Teamarbeit und die Gewährleistung der Sicherheit stehen hierbei im Vordergrund. Bewertet werden vor allem die Kommunikation innerhalb der Rettungsmannschaft und mit den Unfallopfern, die Effizienz des Einsatzplanes, die fachmännische Nutzung des Rettungsmaterials und der schonende Umgang mit den Unfallopfern.

Die „Rescue Challenge“ ist kein Wettkampf im herkömmlichen Sinne, sondern eine Veranstaltung, bei der Rettungskräfte sich treffen um sich fort- und weiterzubilden und durch Beobachten der anderen Mannschaften voneinander zu lernen. Der kollegiale Austausch von Techniken und Fertigkeiten steht im Vordergrund.

Realistische Bedingungen bei den Szenarien

Während eine „Rescue Challenge“ immer die Bergung aus einem verunfallten Fahrzeug beinhaltet, kann sich das Unfallopfer bei einer „Trauma Challenge“ in jeder erdenklichen Lage befinden (Sturz aus großer Höhe, Verbrennungen, Ertrinken, Stromschlag, Amputationsverletzung.....).

Die Rettungsmannschaft, die aus zwei „Ambulanciers“ besteht, muss ein oder zwei Opfer in zehn Minuten beurteilen, behandeln und retten. Bewertet werden vor Allem die Sicherheit aller Beteiligten, der Kontakt zum Patienten und die Beurteilung seines Zustandes, sowie die Behandlung der Verletzungen.

Die nationale „Trauma & Rescue-Challenge“ ist sozusagen die nationale Meisterschaft in beiden Disziplinen, bei denen sich am Wochenende die bestplatzierten Mannschaften für die „World Rescue Challenge“ qualifizierten. Diese finden dieses Jahr vom 9. bis zum 12. Oktober auf dem „Fire Service College“ in Moreton-in-Marsh in Großbritannien statt. In Ettelbruck nahmen übrigens Mannschaften der Einsatzzentren aus Echternach, Junglinster, Mamer, Petingen/Niederkerschen, Sassenheim, Günding (D), Lotte (D), des nationalen Einsatzzentrum Lintgen, des „Luxemburger Rote Kreuz“ und der „Luxembourg Air Rescue“ teil. Als Schiedsrichter fungierten namhafte Fachleute mit jahrelanger Erfahrung aus England, Irland und Deutschland.

Informationen zur „LRO“ sowie Resultate finden sie auf der Internetseite: www.lro.lu


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