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Nagelneues Schiff fährt mit Strom: Elektrofähre "Sankta Maria II" zu Wasser gelassen
Lokales 7 14.11.2017

Nagelneues Schiff fährt mit Strom: Elektrofähre "Sankta Maria II" zu Wasser gelassen

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Einen weiten Weg hat die Elektrofähre „Sankta Maria II“ hinter sich. Über Flüsse und Kanäle durch halb Deutschland führte ihre Route bis nach Mertert ins Luxport-Hafenbecken. Am Dienstagmorgen wurde die nagelneue Fähre dann erstmals zu Wasser gelassen.

(vb) - Einen weiten Weg hat die Elektrofähre „Sankta Maria II“ hinter sich. Über Flüsse und Kanäle durch halb Deutschland führte ihre Route bis nach Mertert ins Luxport-Hafenbecken. Am Dienstagmorgen wurde die nagelneue Fähre dann erstmals zu Wasser gelassen.

„Das war schon etwas Besonderes für uns als Hafen. Solange ich hier arbeite, ist noch nie ein Schiff zu Wasser gelassen worden“, sagt Luxport-Mitarbeiterin Julia Krames. Viele Mitarbeiter der Hafengesellschaft, Repräsentanten der Gemeinden Mertert und Oberbillig sowie Pressevertreter waren gekommen, um das Spektakel mit anzusehen.

Vor allem die Laien staunten, als der Lastkran die 50 Tonnen schwere Autofähre in die Höhe hievte. „Das ist für unseren großen Liebherr-Kran kein Problem. Der schafft 124 Tonnen“, erklärt Julia Krames.

Über Flüsse und Kanäle

Die Autofähre „Sankta Maria II“ wird elektrisch betrieben und ersetzt ein 50 Jahre altes Dieselschiff, dass die Verbindung zwischen Wasserbillig und Oberbillig herstellt. Vor drei Wochen war die fertige Elektrofähre von der Werft in Stralsund (D) zu Wasser gelassen worden und hatte eine Probefahrt im Strelasund vor der Ostsee-Insel Rügen absolviert. Dort wurde sie in einen so genannten Schubleichter – einem schwimmenden Stahlkasten – gestellt und für den Transport über Oder, Elbe und den Mittellandkanal bis zum Rhein und von dort aus die Mosel hinauf geschickt. Dabei wurde der Schubleichter zuletzt von dem Transportschiff „Orion 2“ geschoben.

Am Dienstag befestigten Arbeiter von Luxport acht Ketten an der „Sankta Maria II“, die wiederum an einer Stahltraverse aufgehängt waren. Das Schiff ließ sich problemlos anheben und zu Wasser lassen. Im Hafenbecken liegt es nun vertäut und wartet auf seine feierliche Taufe, die von den beiden Nachbargemeinden am Samstag, dem 25. November gefeiert wird.