Nächste Tram-Phase wird konkret: 8,8 zusätzliche Kilometer für 214 Millionen Euro
(DL) - In weniger als zwei Monaten legt die Tram ihre erste Fahrt zurück - zunächst zwischen Luxexpo und Roter Brücke. In einem nächsten Schritt geht es weiter via die "Stäreplaz", das Stadtzentrum bis zum Hauptbahnhof. Nun werden auch die Verlängerungen der Trasse, zwischen "Gare centrale" und "Cloche d'Or" einerseits sowie zwischen Luxexpo und Findel andererseits, konkret.
Am Freitag hat Infrastrukturminister François Bausch dem Ministerrat diese beiden zusätzlichen Streckenabschnitte vorgestellt - genau wie den Gesetzentwurf zur Finanzierung. In den nächsten zwei Wochen wird es dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt.
Demzufolge soll die 4,9 Kilometer lange Strecke vom Hauptbahnhof via den neuen Peripheriebahnhof Howald bis zum neuen Fußballstadion in Kockelscheuer/Cloche d'Or rund 114,9 Millionen Euro kosten - inklusive der Haltestellen, der benötigten Fahrzeuge und etwaiger Kompensationsmaßnahmen. Insgesamt werden auf diesem Teilstück sieben Haltestellen bedient, darunter drei sogenannte "Pôles d'échange" (Lycée Bonnevoie, Howald, Cloche d'Or). Sieben Fahrzeuge werden auf dieser Strecke eingesetzt.
Von der Luxexpo aus wird es nach dem Ausbau der Strecke über 3,9 Kilometer bis zum Flughafen Findel gehen. Hier werden zwei Haltestellen bedient, "Héienhaff" ("Pôle d'échange" mit P&R) und "Findel". Kostenpunkt hierfür: 99,1 Millionen Euro. Zwischen den Ausstellungshallen in Kirchberg und dem Flughafen werden fünf Tramfahrzeuge verkehren.
Die Kosten für beide Verlängerungen werden gänzlich vom Staat übernommen - anders als beim Streckenabschnitt Luxexpo-Hauptbahnhof, wo die Stadt Luxemburg für ein Drittel der Kosten aufkommt.
Insgesamt wird die Tramstrecke zwischen Findel und Cloche d'Or 16,4 Kilometer lang.
In einer späteren Phase soll die Straßenbahn weiter ausgebaut werden - Richtung Hollerich/Cessingen, von der Cloche d'Or aus bis nach Leudelingen, von der "Stäreplaz" aus bis nach Mamer und in Kirchberg über den Boulevard Konrad Adenauer. Wie François Bausch erklärte, werden diese Verlängerungsvorhaben jedenfalls in den "Plans sectoriels" festgehalten.
