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Nachruf: Bauingenieur Léon Nilles gestorben
Bauingenieur Léon Nilles setzte sich für eine Seilbahn im Stadtzentrum ein.

Nachruf: Bauingenieur Léon Nilles gestorben

Foto: Serge Waldbillig
Bauingenieur Léon Nilles setzte sich für eine Seilbahn im Stadtzentrum ein.
Lokales 05.08.2016

Nachruf: Bauingenieur Léon Nilles gestorben

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Der ehemalige langjährige Präsident der „Sécurité routière“ Léon Nilles ist am 3. August im Alter von 88 Jahren gestorben. Vor mehr als zehn Jahren legte er ein Konzept für eine Seilbahn in Luxemburg-Stadt vor.

(sjp.) - Léon Nilles, ehemaliger langjähriger Präsident der „Sécurité routière“, Ehrenprofessor am „Institut supérieur de technologie“ (IST), Honorarkonsul von Kasachstan und Mitarbeiter des Straßentransport-Instituts von Warschau in Polen ist tot. Er starb am
 3. August im Alter von 88 Jahren.

Aufgrund seiner langjährigen 
Erfahrung als kompetenter Berater und Sachverständiger in den Bereichen Straßenverkehr, Unfallverhütung und Verkehrssicherheit war Léon Nilles des Weiteren Vorsitzender des „Institut national de recherche routière“ (INRR) sowie Gründungspräsident von Parim, „Prévention des accidents routiers – Institut mondial“.

Vor rund zwölf Jahren war das Thema, eine Seilbahn in Luxemburg-Stadt einzurichten, in aller Munde. Damals wurden sogar zwei Konzepte vorgelegt. Eines davon war von Bauingenieur Léon Nilles. Sein Projekt sollte einerseits den Verkehr der „Montée de Clausen“ entlasten, andererseits den Zugang zu kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten erleichtern und als Touristenattraktion dienen. Die Kabinen mit Platz für bis zu 30 Personen sollten zwischen Kirchberg, Altstadt und Rahm-Plateau verkehren. Laut Léon Nilles würde das Transportmittel weder das von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärte Areal, noch Wohnhäuser tangieren. Die Pläne wurden nie umgesetzt, da sie den damaligen Bürgermeister der Stadt Luxemburg, Paul Helminger, nicht überzeugen konnten.