Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nachlese: Das war der Klimastreik in Luxemburg-Stadt
Lokales 1 3 Min. 27.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Nachlese: Das war der Klimastreik in Luxemburg-Stadt

Prominenter Gast: Die US-Musikerin Amanda Palmer nahm vor ihrem Auftritt in der Philharmonie spontan an der Demo teil.

Nachlese: Das war der Klimastreik in Luxemburg-Stadt

Prominenter Gast: Die US-Musikerin Amanda Palmer nahm vor ihrem Auftritt in der Philharmonie spontan an der Demo teil.
Foto: Christophe Olinger
Lokales 1 3 Min. 27.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Nachlese: Das war der Klimastreik in Luxemburg-Stadt

Am Freitag gingen erneut Klimaaktivisten in aller Welt auf die Straße. In Luxemburg nahm spontan die Musikerin Amanda Palmer teil.

(SC/mth) - Der globale Streik für mehr Klimaschutz geht in die nächste Runde: An diesem Freitag fand erneut eine große Demonstration der Jugendbewegung Fridays for Future statt.

Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Nach Schätzungen der Polizei nahmen insgesamt 3.000 Personen an der Demo teil; die Organisatoren reden von 5.000 oder sogar 8.000 Teilnehmern
  • Neben jungen Menschen waren dieses Mal viele Erwachsene und ältere Teilnehmer mit dabei;
  • Zahlreiche Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen haben teilgenommen, darunter der LCGB und OGBL;
  • Die US-Künstlerin Amanda Palmer, die am Abend ein Konzert in der Philharmonie gibt, nahm spontan an der Demo teil und gab auf der Place Clairefontaine eine kurze Darbietung;
  • Auch Vertreter der katholischen Kirche nahmen an der Demo teil, darunter Kardinal Jean-Claude Hollerich;
  • Es gab eine Schweigeminute mit Glockenläuten zum Gedenken an die Opfer des Klimawandels;
  • Die Demo verlief laut Polizei ohne größere Zwischenfälle oder Ausschreitungen;
  • Am Abend wollen Aktivisten auf der Place Clairefontaine ein Camp aufschlagen, um die Politik an ihre Verantwortung zu erinnern.

Lesen Sie hier den Liveticker nach:

Weitere Aktionen gab es einer Übersicht zufolge unter anderem in Kanada, Spanien, Indien, Italien, Schweden, Argentinien sowie in Chile, Dänemark, Finnland, Neuseeland und Portugal.  

Im Anschluss an die Aktion auf der Place Clairefontaine wird ein von Youth for Climate organisiertes Camp stattfinden, um den Tag ausklingen zu lassen.

"Es ist an der Zeit, zu einer der größten internationalen Klimaaktionen zusammenzukommen, die es je gegeben hat", schrieb die Organisation "Youth for Climate" auf Facebook. "Ob du Arbeiter, Angestellter, Bauer, Student, Rentner, Arbeitgeber, neuer oder erfahrener Aktivist, Großmutter, Großvater, Kind oder Enkelkind bist, jede einzelne Person wird benötigt, um den notwendigen Wandel herbeizuführen!"


Lokales, Dritter Klimamarsch in Luxemburg - Youth for Climate Luxembourg, Foto: Lex Kleren/Luxemburger Wort
Klimademo: Schüler fordern "Systemwechsel" für Politik
Die Jugend in Luxemburg will ihre Zukunft nicht aufgeben. Am Freitag gingen deshalb wieder etwa 1.000 Schüler auf die Straße, um für den Klimaschutz zu demonstrieren.

 Dieser Aufforderung wird auch die katholische Kirche in Luxemburg folgen. Sämtliche Pfarrer des Landes wurden in einem Schreiben von Generalvikar Patrick Muller und Jean-Louis Zeien, dem bischöflichen Delegierten für nachhaltige Entwicklung, dazu aufgefordert, als "symbolischen Aufruf für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit" am Freitag um 17.30 Uhr die Kirchenglocken zu läuten. Sie sollen außerdem in ihren Gemeinden prüfen, welche lokalen Maßnahmen für mehr Klimaschutz getroffen werden können.

Generalvikar Patrick Muller sicherte den Aktivisten, die am Freitag wieder in Luxemburg auf die Straße gehen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren, in einem Brief die Unterstützung der Kirche zu.
Generalvikar Patrick Muller sicherte den Aktivisten, die am Freitag wieder in Luxemburg auf die Straße gehen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren, in einem Brief die Unterstützung der Kirche zu.
Foto: Chris Karaba

"In den letzten Monaten haben viele Aktionen zur Klimakrise stattgefunden. Immer extremere Wetterverhältnisse wie außergewöhnliche Hitzeperioden, starke Stürme und Überschwemmungen treten in vielen Regionen der Welt auf. Auch Luxemburg blieb nicht verschont." Die Kirche werde sich mit der Organisation Votum Klima an den Demonstrationen am Freitag beteiligen.

Bereits am vergangenen Freitag hatten sich den Aktionen und Kundgebungen nach Schätzungen von Fridays for Future weltweit rund vier Millionen Menschen beteiligt. In Luxemburg-Stadt gingen etwa 1.000 Leute auf die Straße.

Die Stimmung auf der hauptstädtischen Kinnekswiss am vergangenen Freitag war gut.
Die Stimmung auf der hauptstädtischen Kinnekswiss am vergangenen Freitag war gut.
Foto: Lex Kleren

Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Sie fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung und die drohende Klimakatastrophe. Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden.

Thunberg, die zurzeit in den USA ist, demonstriert seit vergangenem Sommer jeden Freitag - also meistens während der Schulzeit - für mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. Ihr Schulstreik hat weltweit Menschen zu Demonstrationen inspiriert.

Am Montag hatten mehr als 60 Länder beim UN-Klimagipfel in New York zusätzliche Anstrengungen im Kampf gegen die Erderhitzung versprochen. Thunberg beschuldigte dort die Staats- und Regierungschefs in einer gefühlsgeladenen Rede, zu wenig gegen die drohende Klimakatastrophe zu tun.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Greta Thunberg hält Wutrede beim Klima-Gipfel
Das gab es wohl noch nie: Die Vereinten Nationen kommen zu einem Gipfel zusammen und die Hauptrolle spielt eine 16-jährige Aktivistin. Greta Thunberg rüttelt das Klima-Treffen in New York auf.
NEW YORK, NY - SEPTEMBER 23: Youth activist Greta Thunberg speaks at the Climate Action Summit at the United Nations on September 23, 2019 in New York City. While the United States will not be participating, China and about 70 other countries are expected to make announcements concerning climate change. The summit at the U.N. comes after a worldwide Youth Climate Strike on Friday, which saw millions of young people around the world demanding action to address the climate crisis.   Stephanie Keith/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Youth for Climate: Die Demo zum Nachlesen
Die Aktivisten von Friday For Future haben für Freitag zum globalen Klimastreik aufgerufen. Auch in Luxemburg gingen ab 11 Uhr Jugendliche und Unterstützer auf die Straße. Unsere Liveticker-Nachlese.