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Nach Zugunfall: Untersuchung wird bis nächste Woche dauern
23 Züge werden auch am Mittwoch die Strecke zwischen Luxemburg und Thionville bedienen.

Nach Zugunfall: Untersuchung wird bis nächste Woche dauern

Foto: Joaquim VALENTE
23 Züge werden auch am Mittwoch die Strecke zwischen Luxemburg und Thionville bedienen.
Lokales 21.02.2017

Nach Zugunfall: Untersuchung wird bis nächste Woche dauern

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Auch in den nächsten Tagen wird der Zugverkehr zwischen Thionville und Luxemburg beeinträchtigt bleiben. Die französischen Gewerkschaften wollen Erklärungen zur Unfallursache. Das dürfte noch eine Weile dauern.

Von Jacques Ganser

Auch in den nächsten Tagen wird der Zugverkehr zwischen Thionville und Luxemburg wohl beeinträchtigt bleiben. Die französischen Gewerkschaften wollen Erklärungen zur Unfallursache. Die dürften sie von der Justiz erst frühestens nächste Woche bekommen. Wie der beigeordnete Staatsanwalt David Lentz auf Nachfrage erklärte, sei von Seiten der Justiz wohl kaum mit weiteren Informationen im Laufe dieser Woche zu rechnen.

Der Schweizer Experte, welcher unter Leitung des zuständigen Untersuchungsrichters mit der Untersuchung des Dossiers betraut wurde, wird erst ab Mitte dieser Woche in Luxemburg eintreffen. Zu seinem Aufgabenbereich gehören die Inspektion der beschädigten Triebwagen, des betroffenen Gleisabschnitts und des Stellwerks. Zudem wir der Experte ebenfalls die Auswertung der beiden Fahrtenschreiber vornehmen.

Keine Ergebnisse bis nächste Woche

Die Termine für diese Ortsbesichtigungen sind für Ende der Woche respektive nächsten Montag angesetzt. Anschließend wir der Experte dem Untersuchungsrichter einen Bericht zustellen. Dieser entscheidet dann über die weitere Vorgehensweise. Unterdessen verlief die Wiederaufnahme des Zugverkehrs nach Frankreich nur schleppend. Rund ein Drittel der regulären TER-Verbindungen zwischen Thionville und Luxemburg konnten am Dienstag wieder aufgenommen werden.

Dabei unterstützen zahlreiche Busse den Zugverkehr. Material und Personal kommen ausschließlich aus Luxemburg. An den französischen Bahnhöfen war die Situation dementsprechend angespannt. 

Franzosen blockieren weiter 

Die französischen Eisenbahnergewerkschaften weigern sich weiterhin, Luxemburg anzufahren. Man habe nicht genug Informationen erhalten, was die Unfallursache betrifft. Damit sei die Sicherheit auf dieser Strecke nicht gewährleistet.

Laut SNCF und CFL gebe es keinen Grund, den Zugverkehr nicht wieder aufzunehmen. Beide Gesellschaften stehen in permanentem Kontakt, was die Kommunikation betrifft. Am Mittwoch soll der Zugverkehr wieder mit mindestens 23 TER-Zügen und zusätzlichen Bussen funktionieren.



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