Nach Verurteilung zu 200 Euro Geldstrafe

"Kreideprozess": Beschuldigte legen Berufung ein

Die vier jungen Männer waren zu einer Geldbuße von jeweils 200 Euro verurteilt worden.
Die vier jungen Männer waren zu einer Geldbuße von jeweils 200 Euro verurteilt worden.
Foto: Marc Wilwert

(str) - Die Beschuldigten im sogenannten "Kreideprozess" wollen in Berufung gehen. Nachdem sie am Nationalfeiertag mit Kreidespray ein Graffiti an der Philharmonie, dem Veranstaltungsort der offiziellen Zeremonie anbringen wollten und dabei von der Polizei gestört wurden, waren die vier jungen Männer am 23. Januar zu einer Geldbuße von jeweils 200 Euro verurteilt worden.

Wie einer Pressemitteilung der Künstlergruppe Richtung22 zu entnehmen ist, der einer der Verurteilten angehört, stört man sich daran, dass das Polizeigericht sich in seinem Urteil auf den Artikel 557.4 des "Code pénal" berief, in diesem Fall, die Beschmutzung eines Gebäudes.

Im Wortlaut: "Ceux qui auront jeté des pierres ou d'autres cor ps durs, ou d'autres objets pouvant souiller ou dégrader, contre les voitures suspendues, les maisons, édifices et clôtures d'autrui, ou dans les jardins et enclos."

Laut Richtung22 treffe dieser Straftatbestand, der im Übrigen zuvor nicht zur Anklage gebracht worden sei, nicht zu.