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Nach Unwettern: 4,6 Millionen Euro Schaden
Das Hotel Cigalon stand gleich zweimal unter Wasser.

Nach Unwettern: 4,6 Millionen Euro Schaden

Foto: Laurent Blum
Das Hotel Cigalon stand gleich zweimal unter Wasser.
Lokales 20.06.2018

Nach Unwettern: 4,6 Millionen Euro Schaden

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Durch die Unwetter Anfang dieses Monats haben Betriebe Schaden in Höhe von mindestens 4,6 Millionen Euro erlitten. Dies ist einer provisorischen Bilanz des Wirtschaftsministeriums zu entnehmen.

Die schweren Unwetter haben Anfang des Monats nicht nur in Privathäusern für Schaden gesorgt. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilt, haben Betriebe bisher Schäden in Höhe von 4,6 Millionen Euro eingereicht. Bisher hätten rund 30 Unternehmen Kontakt zum Ministerium aufgenommen, um finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Dabei handele es sich um Hotels, Restaurants, Campingbetreiber aber auch Handwerksbetriebe und Dienstleister.

Rund zwei Drittel jener Unternehmen, die das Ministerium kontaktiert haben, konnten bereits eine erste Auflistung der Schäden einreichen. Diese summieren sich derzeit auf 4,6 Millionen Euro. Drei Betriebe haben jeweils Schaden in Höhe von über einer Million Euro erlitten.


Inondation 09-06-2018 / MŸllerthal / Photo: Blum L.

Cigalon,
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Wie das Ministerium betont, handelt es sich nur um eine erste, provisorische Bilanz, die die derzeit geschätzten Schäden erfasst.

Je nach Kostenvoranschlag und Zahlungen der Versicherungen kann das Ministerium in einer ersten Phase jedem Betrieb bis zu 200.000 Euro zukommen lassen. Sechs Unternehmen haben bereits Hilfen in Höhe von 558.000 Euro erhalten. Die reellen Schäden werden in einer späteren Phase nach Vorlegen der Rechnungen übernommen.

Betriebe, die noch keinen Antrag an das Wirtschaftsministerium gestellt haben, können sich für weitere Informationen bei Laurent Solazzi (Tel. 2478-4168, Mail: laurent.scolazzi@eco.etat.lu) melden.

Viele Wege wieder begehbar

Durch die Unwetter mussten in der Region Müllerthal - Kleine Luxemburger Schweiz rund ein Drittel der Wanderwege gesperrt werden. Dank der Arbeit des CNDS - Services de l'Entraide und der Natur- und Forstverwaltung sind seit Dienstag mehr als die Hälfte dieser Wege wieder begehbar.

Auf den restlichen Wegen, inklusive einem Teil des Müllerthal-Trails, sind Umleitungen und Sperrungen angegeben. Wanderer und Besucher sollten sich zu ihrer eigenen Sicherheit hieran halten.

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