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Nach tödlichen Schüssen auf Hund: Jagdschein und Waffenschein weg
Lokales 17.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Nach tödlichen Schüssen auf Hund: Jagdschein und Waffenschein weg

Balou wurde das Opfer einer Jagdkugel.

Nach tödlichen Schüssen auf Hund: Jagdschein und Waffenschein weg

Balou wurde das Opfer einer Jagdkugel.
Foto: Privat
Lokales 17.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Nach tödlichen Schüssen auf Hund: Jagdschein und Waffenschein weg

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Am 9. Juli 2016 wurde der Hund Balou bei Nagem von einem Jäger erschossen. Sein Hobby darf der Schuldige zumindest die nächsten fünf Jahre nicht mehr ausüben.

(jag) - Der Jäger, der am 9. Juli 2016 in einem Waldstück bei Nagem einen Hund erschossen hatte, ist jetzt auch seinen Jagdschein los. Jean O. hatte den Hund einer sich in der Nähe befindlichen Familie aus nächster Nähe erschossen. Seinen Aussagen zufolge, hätte er das Haustier mit Wild verwechselt. Den Kadaver des Hundes versteckte er anschließend aus Scham vor der Reaktion der Familie.

Der Jäger wurde Ende Januar vom Polizeigericht zu einer Geldstrafe von 500 Euro und Schadenersatz in Höhe von 7.200 Euro verurteilt. Bereits am 30. November 2016 hatte ihm das Justizministerium seinen Waffenschein entzogen. Die Umweltabteilung des Ministeriums für Nachhaltigkeit entzog dem Jäger nun auch seinen Jagdschein für eine Zeit von fünf Jahren. Die ist die höchstmögliche Strafe.

Laut Ministerium habe Jean O. gegen das Jagdgesetz verstoßen, weil er sich vor dem Schuss nicht vergewisserte, auf was er zielte. Das Jagdgesetz sieht ausdrücklich vor, dass nur als Wild bezeichnete Tiere erlegt werden dürfen. Zudem sei die Waffe nicht regelkonform eingesetzt worden.


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