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Nach Stillstand auf allen Linien: Technische Probleme im CFL-Netz sind behoben
Über 1000 Reisende saßen am Freitagabend am Luxemburger Hauptbahnhof fest.

Nach Stillstand auf allen Linien: Technische Probleme im CFL-Netz sind behoben

Foto: Sophie Wiessler
Über 1000 Reisende saßen am Freitagabend am Luxemburger Hauptbahnhof fest.
Lokales 17.12.2016

Nach Stillstand auf allen Linien: Technische Probleme im CFL-Netz sind behoben

Cheryl CADAMURO
Cheryl CADAMURO
Am Freitagabend kam es zu technischen Problemen im Bettemburger Eisenbahn-Stellwerk. Alle Züge im CFL-Netz mussten kurzfristig stoppen. Der Zugverkehr kam nur mit großen Verspätungen wieder ins Laufen.

(MF/SW/tom) - Ein Zwischenfall legte am Freitagabend den Zugverkehr lahm. Bei etlichen Verbindungen mussten die Fahrgäste mit teils erheblichen Verspätungen rechnen. Am Samstagmorgen sind die technischen Probleme im Zugnetz aber wieder behoben, wie es von der CFL heißt.

Der Grund für die zeitweise Lahmlegung war ein General-Alarm bei den CFL, der am Freitag um 17.36 Uhr ausgelöst worden war und den kompletten Verkehr zum Stillstand brachte. Zudem war das Stellwerk Bettemburg von 18 bis 18.15 Uhr ausgefallen. Dies sorgte für erhebliche Verspätungen, die sich quer durchs Land noch lange danach bemerkbar machten.

Gegen 18.20 Uhr war klar, dass das Problem länger andauern würde - die CFL meldeten der Öffentlichkeit eine Betriebsstörung, die die Zugverbindung zwischen Frankreich und Luxemburg beeinträchtige. Eine genauere Erklärung war zunächst nicht zu bekommen.

Die Leitstelle ("poste directeur") n Bettemburg war ausgefallen.
Die Leitstelle ("poste directeur") n Bettemburg war ausgefallen.
Foto: Gerry Huberty

"Der Zug steht im Dunkeln mitten in der Landschaft zwischen Luxemburg und Bettemburg und keiner weiß, was passiert", so beschreibt ein Passagier gegen 18.30 Uhr die Situation im 17.43-Uhr-Zug Richtung Frankreich am Freitagabend. Züge wurden aus Richtung  Bettemburg zurück an den Luxemburger Hauptbahnhof geleitet.

Dort angekommen, warteten zahlreiche Reisende auf einen Ersatzverkehr, berichteten aber, dass es lange keine Busse gab. LW-Redakteurin Sophie Wiessler war auf dem Heimweg und "strandete" ebenfalls am Hauptbahnhof - zusammen mit buchstäblich 1.000 anderen.

"Am  Bahnhof herrscht das Chaos", gibt sie gegen 20.05 Uhr zu Protokoll. Nach über zwei Stunden Wartezeit ist sie zurück am Ausgangspunkt ihrer Heimfahrt. Die seit 18.20 Uhr angekündigten CFL-Busse kommen verspätet. "Es fahren Busse Richtung Metz und Thionville ab, aber sie kommen nur tröpfchenweise hier an", so Wiessler.

Züge nach Frankreich, aber auch in den Norden des Landes, nach Troisvierges, Diekirch und Rodange, kamen am Freitagabend nur mit großer Verspätung wieder ins Rollen.

Gegen 20.40 meldet sich Sophie Wiessler aus dem Zug Richtung Metz - und der sei "quasi leer."

Um 20.53 Uhr gab auch die Eisenbahngesellschaft bekannt: Der Zugverkehr wird nach und nach wieder aufgenommen. Sophie Wiessler erreichte ihr Ziel, den Bahnhof in Thionville, um 21.05 Uhr.


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