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Nach mysteriösen Todesfällen in Bereldingen: Spurensuche in "Wurfdistanz"
Lokales 16 2 Min. 28.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach mysteriösen Todesfällen in Bereldingen: Spurensuche in "Wurfdistanz"

Lokales 16 2 Min. 28.09.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach mysteriösen Todesfällen in Bereldingen: Spurensuche in "Wurfdistanz"

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Eine am Mittwochnachmittag eilig angeordnete Suchmaßnahme der Kriminalpolizei lässt auf einen entscheidenden Fortschritt in den Ermittlungen um die mysteriösen Todesfälle in Bereldingen schließen.

(str) -  Es scheint so, als gebe es einen Durchbruch bei den Ermittlungen um den rätselhaften Tod von zwei jungen Menschen am Sonntag in einem Mehrfamilienhaus in Bereldingen.

Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn man die Ermittlungsmaßnahmen der Kriminalpolizei gestern am frühen Nachmittag in der direkten Umgebung des möglichen Tatorts genauer unter die Lupe nimmt.

Gegen 13 Uhr sind zunächst mehr als ein halbes Dutzend Kriminalpolizisten vor dem Gebäude in der Rue de Luxembourg angerückt. Unter ihnen ist der neu ernannte Direktor der Kriminalpolizei, Claude Bingen. Es sind aber auch Ermittler der Mordkommission und Beamte aus der Abteilung der „Police technique“, der Spurensicherung der Kriminalpolizei, dabei.

Büsche und Hecken durchsucht

Im Visier haben sie die Umgebung der Wohnung jenes Mannes, eines Polizisten, in der am Sonntag dessen 29-jährige Schwester, deren 31-jähriger Freund – und bereits 2014 die Mutter – zu Tode kamen. Gezielt werden Büsche und Hecken vor dem Mehrfamilienhaus unter die Lupe genommen.

Ab 14 Uhr wird die Kriminalpolizei dabei von einer Gruppe Polizeischüler unterstützt. Später folgen Gemeindearbeiter aus Walferdingen. Diese mähen eine Grünfläche fast komplett ab. Sie pumpen auch sämtliche Gullis in diesem Bereich leer.

Vielsagend ist dabei unbedingt die Vorgabe der Suchmaßnahmen: Es wird alles „in Wurfdistanz“ zur Wohnung im Dachgeschoss des Gebäudes auf den Kopf gestellt.

Schon alleine die Präsenz des Direktors der Kriminalpolizei verleiht der Suchmaßnahme zudem ein gewisses Gewicht. Wenn man dann auch noch weiß, dass die Suchaktion nicht geplant war und erst gegen Mittag in aller Eile angeordnet wurde, dann kann das durchaus auf einen Durchbruch bei den Ermittlungen hindeuten – und es kann auch ein Hinweis auf die Hypothese eines Verbrechens sein.

Nur wenige Möglichkeiten offen

Es gibt dieser Logik folgend nicht sehr viele Möglichkeiten, die zu so einer kurzfristig angeordneten Maßnahme führen können. Klar ist, es muss einen neuen Hinweis geben, der darauf schließen lässt, dass sich vor der Wohnung tatsächlich ein tatrelevanter Gegenstand befinden könnte.

Demnach gibt es entweder neue Erkenntnisse aus der Autopsie der beiden Toten bzw. der toxikologischen Untersuchungen, oder die Anhörung von Verdächtigen und Zeugen hat konkrete neue Ermittlungsansätze ergeben.

Ein weiterer Hinweis, dass die Ermittlungen an einem entscheidenden Punkt angelangt sind, könnte auch die komplette Nachrichtensperre der Staatsanwaltschaft sein. Es werden überhaupt keine Angaben mehr zu dem Fall und den Ermittlungen gemacht. Nicht bekannt ist daher auch, ob die Suchmaßnahmen der Kripo Früchte getragen haben.

Fakt ist, dass die Spurensicherung mehrere Gegenstände eingetütet und sichergestellt hat. Ob diese einen Bezug zum Fall haben, muss sich zeigen.

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