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Nach Hitze und Trockenheit: Waldbrandgefahr steigt
Lokales 1 03.08.2013 Aus unserem online-Archiv

Nach Hitze und Trockenheit: Waldbrandgefahr steigt

Lokales 1 03.08.2013 Aus unserem online-Archiv

Nach Hitze und Trockenheit: Waldbrandgefahr steigt

Bei Temperaturen über 30 Grad lockt der Sommer zu Spaziergängen und Grill- oder Picknickstunden in freier Natur. Doch was die Herzen aller Ausflügler höher schlagen lässt, wird für den Wald sehr schnell zum Risiko.

(jl) - Mit Temperaturen von weit über 30 Grad und allseits eitlem Sonnenschein lockt der Sommer 2013 nun schon seit Wochen zu ausgedehnten Spaziergängen über Land und zu gemütlichen Grill- oder Picknickstunden in freier Natur. Doch was die Herzen aller Ausflügler höher schlagen lässt, wird für den Wald langsam aber sicher zum Risiko. Denn mit der anhaltenden Trockenheit wächst auch die Waldbrandgefahr. Mit dem Präsidenten der Waldbrandkommission des nationalen Feuerwehrverbandes, Jules Bettendorf, unterhielt sich das „Wort“ über das drohende Unheil im Unterholz.

Die ersten Trockenphasen im März/April und die Sommerhitze im Juli/August gelten alljährlich als die risikoreichsten für Waldbrände, wie Jules Bettendorf erklärt. Wobei er betont, dass von allen Waldbränden wohl 95 Prozent auf menschliches Handeln zurückzuführen sind. Sei es, dass Verbrennungsaktionen ausser Kontrolle geraten, sei es dass allzu unachtsame Zeitgenossen Zigaretten im Wald wegschmeissen oder Grillasche im Freien hinterlassen.

Ein schwerer Waldbrand im Tal der Schlinder bei Hoscheid war 2003 zum Auslöser für die Gründung einer eigenen Waldbrandkommission innerhalb der "Fédération nationale des sapeurs-pompiers" geworden. Der nur schwer zu erstickende Brandherd und die sehr unzugänglichen Wege in dem Steilhang hatten die Herausforderungen bei Waldbränden damals besonders augenscheinlich werden lassen. Seither wurden zahlreiche Massnahmen im Sinne einer optimalen Waldbrandbekämpfung eingeleitet. Neben der Anschaffung speziellen Einsatzgerätes wurde dabei im Rahmen eines Leader-Projekts auch eine digitale Waldwegekatierung in die Wege geleitet, die im Notfall einen raschen Überblick über die Befahrbarkeit der Wege eines Einsatzgebietes gibt. Von der Kurvengestaltung über mögliche Wendeplätze bis hin zu etwaigen Hindernissen. Mittlerweile ist fast das gesamte Waldwegenetz im Landesnorden digital erfasst.

Auf welche Gefahren  man in den trockenen Sommermonaten besonders im Wald achten sollte bzw, wie man sich bei der Entfachung oder Entdeckung eines Brandherdes korrekt verhalten sollte, erklärt Jules Bettendorf in unserem Video.


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