Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nach Eröffnung der A7: Mehr Verkehrssicherheit im Alzettetal
Lokales 3 Min. 28.07.2015

Nach Eröffnung der A7: Mehr Verkehrssicherheit im Alzettetal

Durch die Eröffnung der "Nordtrasse" werden die Ortschaften entlang der N7 und der CR123 entlastet.

Nach Eröffnung der A7: Mehr Verkehrssicherheit im Alzettetal

Durch die Eröffnung der "Nordtrasse" werden die Ortschaften entlang der N7 und der CR123 entlastet.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 3 Min. 28.07.2015

Nach Eröffnung der A7: Mehr Verkehrssicherheit im Alzettetal

Die Eröffnung der „Nordstraße“ am 23.September wird den Verkehr auf der N7 und der CR123, die durch das Alzettetal führen, verringern. Dadurch steigt die Gefahr, dass durch die Ortschaften gerast wird. Bauliche Maßnahmen sollen dies verhindern.

(stb) - Die Eröffnung der „Nordstraße“ am 23.September wird den Verkehr auf der N7 und der CR123, die durch das Alzettetal führen, merklich vermindern. Neben dem Autoverkehr wird vor allem der Transitverkehr zurückgehen. Was zweifellos eine gute Nachricht für die Anwohner ist, birgt aber gleichzeitig auch Risiken. Denn durch die Verminderung des Verkehrs steigt auch gleichzeitig die Gefahr von Rasern, die eine Bedrohung für die Verkehrssicherheit darstellen.

Um dem entgegenzuwirken, planen das Ministerium für Nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden und der Straßenbauverwaltung eine Reihe von Maßnahmen, die zu einer Verkehrsberuhigung beitragen sollen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 450.000 Euro. Im Fokus steht dabei die Strecke von Mersch bis Beggen.

Nach Angaben von François Bausch soll ein Teil dieser Maßnahmen noch vor der Eröffnung der A7 fertiggestellt sein. Er stellte aber klar, dass die Umsetzung vom Kooperationswillen der betroffenen Gemeinden abhängig sei. Vor allem bei der Umsetzung der baulichen Maßnahmen entlang der N7 sei es wichtig, dass die Gemeinden mitziehen.

Verkehrstechnische Maßnahmen auf der CR123

Insgesamt werden drei unterschiedliche Versionen umgesetzt um die Verkehrssicherheit im Alzettetal zu verbessern. Die erste Variante kombiniert eine Fahrbahnverengung mit einer parallel zur Fahrbahn verlaufenden Anpflanzung von Bäumen an den Ortsausgängen. Dadurch wird die Fahrbahn auch rein optisch eingeengt. Diese Variante wird unter anderem am Ortsausgang von Hünsdorf in Richtung Prettingen sowie am Ortsausgang von Gosseldingen in Richtung Mersch angewendet.

Eine zweite Variante besteht in der Installierung einer Verkehrsinsel an Ortseingängen, um die Autofahrer zu zwingen vom Gas zu gehen. Diese Variante wird unter anderem am Ortsausgang von Müllendorf in Richtung Hünsdorf genutzt.

Eine dritte Variante besteht in der Verengung der Straße bei Fußgängerübergängen von 5,5 Meter auf 4,5 Meter. Zusätzlich werden rot-weiße Markierungen installiert. Dadurch erhofft man sich eine verbesserte Sichtbarkeit für Fußgänger. Dies soll beispielsweise auf der CR123 innerhalb der Ortschaft Steinsel geschehen.

Parallel zu einer steigenden Verkehrssicherheit besteht ein weiteres Ziel darin, das Befahren der Straße für Fahrradfahrer attraktiver zu gestalten. Zu diesem Zweck werden markierte Bereiche für die Fahrradfahrer eingerichtet. 

Tempo 30 im Zentrum der Ortschaft Steinsel

Um die Verkehrssicherheit innerhalb der Ortschaft Steinsel zu erhöhen, wird im Zentrum eine Tempo 30-Zone eingerichtet. Jeweils am Anfang und am Ende der Tempo 30-Zone wird eine Fahrbahnverengung der Fußgängerübergänge genutzt, um die Autofahrer bereits hier zu verlangsamen.

Verkehrstechnische Maßnahmen auf der N7

Nicht nur auf der CR123, sondern auch auf der N7 sollen bauliche Maßnahmen die Verkehrssicherheit erhöhen. Ähnlich wie bei der CR123 werden auch auf der N7 die Fahrbahnen für Pkws verengt bei einer parallelen Verbreiterung der Fahrrad- und Fußgängerwege. Zusätzlich werden am Straßenrand Bäume gepflanzt um die Fahrbahn auch optisch einzuengen. Die Gehwege werden auf 1,5 Meter verbreitert und die Fahrradwege auf 1,25 Meter angelegt bei einer gleichzeitigen Verengung der Autofahrbahn.

Die Umsetzung dieser Ideen in der Gemeinde Lintgen steht aber noch in den Sternen, da die Gespräche erst Ende letzter Woche begonnen haben. Die Bauarbeiten sollen aber erst anfangen, wenn das Ministerium für Nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen sich mit den Gemeindeverantwortlichen von Lintgen geeinigt hat.

In Absprache mit der Gemeinde Kehlen plant das Ministerium für Nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen ab Oktober eine Zählung des Verkehrs um die Auswirkungen der Eröffnung der „Nordstraße“ auf den Westen des Landes zu messen.

Eröffnung der A7 wird Verkehrsproblem nicht lösen

François Bausch macht sich aber keine Illusionen. Auch die Eröffnung der A7 wird das landesweite Verkehrsproblem nicht langfristig lösen. Denn der Verkehr innerhalb des Großherzogtums wird auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Wenn man bedenkt, dass jährlich rund 10 000 neue Arbeitsplätze in Luxemburg geschaffen werden, wird dies die Strassen zusätzlich stark belasten. „Das Problem ist nur lösbar, wenn wir verstärkt auf den öffentlichen Verkehr setzen“, so der Minister.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema