Nach dem Erdrutsch: Freie Fahrt nach Monnerich
(na) - 1300 Tage lang war die Straße zwischen Monnerich und Esch/Alzette gesperrt geblieben, rechnete die Monnericher Bürgermeisterin, Christine Schweich, am Montagmorgen vor. Kurze Zeit später sollte sie das Band durchschneiden, um die neue Strecke offiziell zu eröffnen.
Sie erinnerte sich, wie damals der Feuerwehrkommandant sie in der Nacht vom 13. zum 14. März 2014 angerufen hatte und gesagt habe „et léit zimlech vill Bulli op der Strooss”.
Erst bei Tageslicht wurde klar, was geschehen war. Über 500.000 Tonnen Erdmasse hatten sich von der Deponie gelöst. Und unter anderem einen Teil des CR 106 verschüttet.
Nun, 1300 Tage später, ist die neue Straße fertiggestellt. Ressortminister François Bausch erklärte, dass die Wiederherstellung der Verkehrsverbindung zwischen Esch und Monnerich Priorität genoss.
Was die Schuldfrage in Bezug auf den Erdrutsch und damit die Kostenfrage anbelangt, müsse noch auf Expertenberichte gewartet werden. Dasselbe gilt für das Sanierungskonzept der Deponie.
Die Kosten für die neue Straße belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. Kosten, die vom Staat übernommen wurden.
