Nach Bombenalarm im Hotel Simoncini: Polizei vermutete Sprengstoff bei verdächtiger Frau
(mv/VO/ks) - Es gibt Entwarnung nach dem Bombenalarm am Samstagnachmittag im Hotel Simoncini in der Rue Notre Dame in Luxemburg-Stadt. Eine Frau, die zunächst verdächtigt wurde, Sprengstoff bei sich zu tragen, ist ersten Erkenntnissen nach geistig verwirrt. Dies teilten die Staatsanwaltschaft Luxemburg und die Polizei am späten Abend mit.
Experten rückten an, um mehrere Gepäckstücke im Hotel zu untersuchen. Wie sich herausstellte, befanden sich weder "verdächtiges Material oder gefährliche Gegenstände" darin, schreibt die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.
Am Sonntag sagte Justizsprecher Henri Eippers gegenüber RTL Radio Lëtzebuerg, die Frau sei nach einer psychiatrischen Untersuchung in Gewahrsam genommen worden. Die Frau hatte auffälliges Gepäck bei sich. Es sei aber nichts darin gewesen, was eine Gefahr darstellte, ergänzte Eippers.
Auf dem Video ist zu sehen, wie Sicherheitskräfte das Hotel betreten:
Gegen 15.30 Uhr hatte die Polizei, die Kräfte aus Luxemburg-Stadt, Grevenmacher und Esch/Alzette zusammengerufen hatte, mit der Evakuierung des Hotelgebäudes begonnen. Sie richtete eine Sicherheitszone rund um das Hotel ein, die nach dem Ende des Bombenalarms gegen 18.30 Uhr aufgehoben wurde.
Bewaffnete Sicherheitskräfte postierten sich während des Einsatzes vor dem Gebäude. Jedes der 36 Hotelzimmer wurde abgesucht, das Personal befragt.
Die Polizei war mit zwei Lieferwagen, die zur Entminungstruppe gehören, vor Ort.
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Die Rue Notre Dame sowie die Zufahrtsstraßen waren den Nachmittag über ab dem Boulevard Royal für den Verkehr gesperrt. Die Weihnachtsmärkte empfingen trotz des Polizei-Einsatzes die Besucher.
Das Hotel liegt in der Rue Notre Dame, nur wenige Meter vom Knuedler und der innerstädtischen Fußgängerzone entfernt. Es handelt sich um das weiß-graue Gebäude:
Nach den Terroranschlägen von Paris ist die Sicherheitsstufe in Luxemburg nicht erhöht worden. Sie liegt weiter auf Niveau zwei und bedeutet eine "mittlere Bedrohung", bei der erhöhte Wachsamkeit und punktueller Wachschutz gilt. Allerdings wurde die Polizeipräsenz in der Stadt Luxemburg ausgebaut.
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