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Nach Aus für Windpark Rümelingen: Windräder hinter der Grenze
Lokales 2 Min. 08.01.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach Aus für Windpark Rümelingen: Windräder hinter der Grenze

Obwohl die Idee eines Windparks in Rümelingen an Auflagen gescheitert ist, sieht man auf französischer Seite kein Problem, in unmittelbarer Nähe Windräder zu errichten. Bald soll hier mit dem Errichten von acht Windrädern begonnen werden.

Nach Aus für Windpark Rümelingen: Windräder hinter der Grenze

Obwohl die Idee eines Windparks in Rümelingen an Auflagen gescheitert ist, sieht man auf französischer Seite kein Problem, in unmittelbarer Nähe Windräder zu errichten. Bald soll hier mit dem Errichten von acht Windrädern begonnen werden.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 08.01.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach Aus für Windpark Rümelingen: Windräder hinter der Grenze

Obwohl die Idee eines Windparks in Rümelingen an Auflagen gescheitert ist, sieht man auf französischer Seite kein Problem, in unmittelbarer Nähe Windräder zu errichten. Bald soll hier mit dem Errichten von acht Windrädern begonnen werden.

(LuWo) - Weniger als zwei Kilometer Luftlinie von Rümelingen entfernt, wird in Frankreich der erste Windpark in einem grenzüberschreitenden Einzugsgebiet von 90.000 Einwohnern entstehen. Trotz starken Fledermausbeständen in der näheren Umgebung von Rümelingen, hat der „Préfet de Moselle et de Lorraine“ den Verantwortlichen aus Ottange/Nondkeil, einer kleinen Grenzgemeinde mit 2.780 Seelen, bereits im Oktober 2014 eine Genehmigung für den Bau von acht Windrädern mit 16.000 kW Leistung erteilt.

Hervorzuheben ist, dass der Standort, die sogenannte Anhöhe „Croix Saint-Marc“, nicht zur „Natura 2000“ Region gehört. Ausschlaggebend für die außer der Baubewilligung noch benötigte Betriebsgenehmigung war jedoch das Resultat einer bis zum vergangenen 16. Oktober laufenden öffentlichen Untersuchung bezüglich Zugvögel und Lärm.

Für Bürgermeisterin Fabienne Menichetti (mitte), die Schöffen Marie-France Padeletti und Gérald Mattucci sowie Gemeinderat Claude Pinck (v.l.n.r.) ist der künftige Windpark ein Segen für die Gemeindekasse.
Für Bürgermeisterin Fabienne Menichetti (mitte), die Schöffen Marie-France Padeletti und Gérald Mattucci sowie Gemeinderat Claude Pinck (v.l.n.r.) ist der künftige Windpark ein Segen für die Gemeindekasse.
Foto: Lucien Wolff

Wie Bürgermeisterin Fabienne Menichetti dem „Luxemburger Wort“ mitteilte, liegt nun ein positives Gutachten seitens des Untersuchungskommissars vor. Obschon der Prefekt laut dem Gemeindeoberhaupt das letzte Wort behält, ist man zuversichtlich, definitiv grünes Licht zu bekommen. Schließlich bemühe sich die Gemeinde Ottange nun schon seit 2009 um den Bau eines Windparks auf Gemeindegebiet.

Gemeinden hoffen auf erhebliche Einnahmen

Das Projekt wird von der „Communauté de communes du Pays-Haut Val d’Alzette“ getragen und soll von der Firma Ostwind International aus Schiltigheim im Elsass verwirklicht werden.

Wenn auch der initiale Zeitplan, nachdem der Park noch in diesem Jahr hätte in Betrieb gehen sollen, nicht eingehalten werden könne, so sei die Gemeinde trotzdem froh, künftig über einen Windpark verfügen zu dürfen, so Fabienne Menichetti.

Die acht Windräder entstehen auf der "Croix Saint-Marc", einer Anhöhe der kleinen Grenzgemeinde Ottange/Nondkeil.
Die acht Windräder entstehen auf der "Croix Saint-Marc", einer Anhöhe der kleinen Grenzgemeinde Ottange/Nondkeil.
Foto: Lucien Wolff

Auf französischer Seite habe sich nur Tressange dem Bau einer solchen Windanlage widersetzt. Die acht anderen Gemeinden Audun-le-Tiche, Aumetz, Boulange, Ottange, Rédange, Russange, Thil und Villerupt seien am Projekt und an dessen Gewinn beteiligt. Für die Gemeinde Ottange/Nondkeil allein bringe der Windpark jährlich 110 000 Euro in die Gemeindekasse.

Hinzu komme noch seitens der Baufirma eine Startunterstützung, die allerdings gezielt in den Umweltbereich investiert werden müsse.

Windparks der Region

  • Luxemburg. Windräder als erneuerbare Energiequelle liegen voll im Trend. Im Südzipfel unseres Landes haben die Gemeinden Rümelingen und Differdingen in dieser Hinsicht Initiativgeist bewiesen. In ersterer Gemeinde vereitelten erhöhter Geräuschpegel und europäisch geschützte Vogelarten in einer „Natura 2 000“-Region das Projekt „Hutbierg“. In Differdingen jedoch sind die politisch Verantwortlichen bester Hoffnung, ihren „um Koufeld “ geplanten Windpark mit Auflagen verwirklichen zu dürfen.
  • Frankreich. Neben der „Croix-Saint-Marc“ ist ein zweiter Standort in Boulange geplant, wo die Prozedur wegen Militärradaranlagen noch nicht so weit fortgeschritten ist.




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