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Nach Angriff auf CFL-Mitarbeiter: Unbekannte legen Metallstück auf Gleise
Lokales 17.03.2019

Nach Angriff auf CFL-Mitarbeiter: Unbekannte legen Metallstück auf Gleise

Die beiden Vorfälle ereigneten sich beim Bahnhof in Oetringen.

Nach Angriff auf CFL-Mitarbeiter: Unbekannte legen Metallstück auf Gleise

Die beiden Vorfälle ereigneten sich beim Bahnhof in Oetringen.
Foto: Caroline Martin
Lokales 17.03.2019

Nach Angriff auf CFL-Mitarbeiter: Unbekannte legen Metallstück auf Gleise

Ein Schaffner und ein Lokführer wurden Samstagnacht von etwa zehn Jugendlichen angegriffen. Wenig später legten Unbekannte ein Metallteil auf die Gleise.

(m.r.) - Nach dem Angriff auf zwei CFL-Mitarbeter in der Nacht zum Sonntag in Oetringen haben Unbekannte der Eisenbahnergewerkschaft Syprolux zufolge ein etwa 1,20 Meter großes Metallteil in den Gleisbereich in der Nähe des Bahnhofs gelegt. Ein durchfahrender Zug erfasste am frühen Sonntagmorgen das Stück, sodass eine automatische Notbremsung eingeleitet werden musste. Der Zug kam beim Bahnhalt Münsbach zum Stehen. Es wurde niemand verletzt, allerdings hätte der Zwischenfall durchaus ernste Folgen haben können.

Ein Zug musste eine Notbremsung einlegen. Er kam beim Bahnhalt Münsbach zum Stehen.
Ein Zug musste eine Notbremsung einlegen. Er kam beim Bahnhalt Münsbach zum Stehen.
Foto: Caroline Martin

Zehn Personen greifen CFL-Mitarbeiter an

In der Samstagnacht hatte eine Gruppe Jugendlicher in Oetringen einen Schaffner und einen Lokführer brutal angegriffen. Die beiden Männer fuhren gegen 23.45 Uhr mit dem Zug von Wasserbillig nach Luxemburg-Stadt in den Bahnhof ein, als sie bemerkten, dass sich mehrere Personen auf den Gleisen befanden. Der Schaffner stieg daraufhin aus dem Zug und wies die Jugendlichen an, diese umgehend zu verlassen. 

Etwa zehn Personen stürmten der Polizei zufolge auf den Mann zu und schlugen auf ihn ein. Als der Lokführer seinem Kollegen helfen wollte, wurde auch er angegriffen. Die Jugendlichen ergriffen anschließend die Flucht. Die beiden CFL-Mitarbeiter erlitten Verletzungen und mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. 

Bis zu zehn Jahre Haft

Die Täter sollen der Polizei zufolge zwischen 16 und 18 Jahre alt gewesen sein. Eine erste Fahndung war bislang erfolglos; Ermittlungen wurden eingeleitet. Hinweise nimmt der Polizeinotruf 113 entgegen.   

Der Eisenbahnergewerkschaft zufolge kann ein Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen nicht ausgeschlossen werden.

Die Beschädigung von Zuglinien ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Das Gesetz sieht für die Straftat eine Haftstrafe zwischen fünf und zehn Jahren vor.

CFL reagiert am Sonntagabend

Die Eisenbahngesellschaft CFL zeigt sich in einer Pressemitteilung „erschüttert und geschockt“ nach dem Angriff auf die beiden Mitarbeiter. Die Jugendlichen hätten sich in Lebensgefahr befunden, deshalb habe der Zugbegleiter sie angesprochen. Als Antwort darauf seien der Mann und sein Kollege angegriffen worden. Die CFL werde alles daran setzen, um die verletzten Kollegen und ihre Familien zu unterstützen, heißt es. Zudem werde die Eisenbahngesellschaft Strafanzeige einreichen.