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Nach ADR-Parteiausschluss: Joe Thein zieht neue Partei in Erwägung
Lokales 2 Min. 09.03.2017

Nach ADR-Parteiausschluss: Joe Thein zieht neue Partei in Erwägung

Die ADR distanziert sich von Joe Thein.

Nach ADR-Parteiausschluss: Joe Thein zieht neue Partei in Erwägung

Die ADR distanziert sich von Joe Thein.
Foto: Armand Wagner
Lokales 2 Min. 09.03.2017

Nach ADR-Parteiausschluss: Joe Thein zieht neue Partei in Erwägung

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Ein "Like" auf ein Hasskommentar bedeutet für den Petinger Lokalpolitiker Joe Thein der Rausschmiss aus der ADR. Der Lokalpolitiker mach sich bereits Gedanken über seine politische Zukunft.

(TJ/ml) - Nachdem das ADR-Nationalkomitee beschlossen hat, Joe Thein aus der Partei auszuschließen, hat sich der Lokalpolitiker u.a. auf seiner Facebook-Seite kritisch über seinen Rausschmiss geäußert. Die ADR habe den Rausschmiss beschlossen, obwohl die Staatsanwaltschaft ihn von sämtlichen Beschuldigungen freigesprochen habe, heißt es. Die Justiz sei zu dem Schluss gelangt, dass es keine strafrechtliche Verfolgung gegen seine Person und seinen getätigten Like gebe. Neun Jahre habe er sich in den Dienst der Partei gestellt.  Zu keinem Moment habe er der ADR absichtlich geschadet.

Joe Thein sieht sich als Opfer eines "parteiinternen Macht-und Richtungskampfes". Die ADR habe die Chance genutzt, um ihn politisch auszuschalten und eine "wichtige ADR-Hochburg" in Petingen zu zerschlagen, unterstreicht der Jungpolitiker. Sein Mandat im Petinger Gemeinderat legt er dennoch nicht nieder. Thein schließt unterdessen ein politisches Comeback nicht aus. Der Ex-ADR-Mann zieht bereits in Erwägung, eine "echte konservative Partei zu gründen.

Auf Basis eines Untersuchungsberichts, den Präsident Jean Schoos und Generalsekretär Alex Penning dem Nationalkomitee vorlegten, sprachen sich die Mitglieder am Donnerstagabend nach einer geheimen Abstimmung für den Rausschmiss von Thein aus. Der Nachwuchspolitiker hatte auf der Facebook-Seite des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser einen Kommentar geliked, in dem Außenminister Jean Asselborn ein Tod wie derjenige des ermordeten US-Präsidenten Kennedy gewünscht wurde.

Parteipräsident Jean Schoos hatte bereits im Vorfeld der Sitzung darauf hingewiesen, dass wieder Ruhe in die Partei einkehren müsse. Die Entscheidung, Thein aus der Partei zu verbannen, kommt nicht überraschend: Am Tag nach der Polemik hatte die Partei bereits per Schreiben wissen lassen, dass Mitglieder oder Mandatäre, die die Grenzen der politischen Auseinandersetzung überschreiten oder extremistische Aussagen machen, mit parteiinternen Konsequenzen rechnen müssten.

Lesen Sie hier die Mitteilung der Partei:

Am Kader vum Disziplinarverfahren, dat den Nationalkomitee a senger Sëtzung vum 1. Mäerz géint de Joe Thein decidéiert huet, nodeems de Parteipresident Jean Schoos an de Generalsekretär Alex Penning den 3. Mäerz de Joe Thein am Numm vum Nationalkomitee gehéiert hunn, nodeems si haut dem Nationalkomitee hire Rapport virgeluecht hunn, aus deem ervirgeet, datt de Joe Thein am Laaf vun deene leschte Joeren, no ville Gespréicher tëscht de Responsabele vun der Partei an him, e sëlleche Mahnungen ausgesprach krut, well hien d’Prinzipie vun der Partei net respektéiert huet, huet den ADR-Nationalkomitee festgestallt, datt de Joe Thein, trotz deene sëllechen Ermahnungen, weiderhin Aktiounen ënnerholl huet, déi der Partei geschued hunn an huet doropshinn decidéiert, de Joe Thein aus der ADR auszeschléissen.


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