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Nach 36 Jahren ist die A 7 fertig: Nordstraßen-Gegner Bausch durchschneidet das Band
Lokales 11 1 23.09.2015

Nach 36 Jahren ist die A 7 fertig: Nordstraßen-Gegner Bausch durchschneidet das Band

Mit Humor und ironischen Seitenhieben hat Verkehrsminister François Bausch zusammen mit Großherzog Henri das letzte Teilstück der Nordstraße eingeweiht. Er erinnerte an seine Rolle beim Widerstand gegen die umstrittene Ostvariante.

(vb/NiM) – Mit Humor und ironischen Seitenhieben hat Verkehrsminister François Bausch das letzte Teilstück der Nordstraße eingeweiht. Er erinnerte an seine Rolle beim Widerstand gegen die umstrittene Ostvariante.

Sehen Sie hier den Video-Bericht der Einweihung:

„Wien hätt dat geduecht?“ Mit dieser Frage begann Bausch seine Rede zur Eröffnung der A 7 von Kirchberg bis zum Fridhaff bei Diekirch. Für den Verkehr wird die lang ersehnte Verbindung vom Norden bis auf den hauptstädtischen Autobahnring erst zwischen 19 und 20 Uhr geöffnet. Bei der Zeremonie unterhalb der Wildbrücke „Réngelbour“ zeigte François Bausch Filmausschnitte aus den 90er Jahren, wo er selbst in vorderster Front gegen den Bau der Ostvariante demonstrierte. 

Mit humorvollen Worten wies er auf die Tatsache hin, dass ein ehemaliger Nordstraßengegner ebendiese Straße einweihen müsse. Rückblickend auf die Zeit der Proteste meinte Bausch, es wäre besser gewesen, damals mit weniger Polemik und dafür sachbezogen zu diskutieren. Trotz allem wich er nicht von seiner bisherigen Position ab: Angesichts eines Zuwachses von 10 000 Arbeitsplätzen pro Jahr reiche es nicht, die Straßen auszubauen. Vielmehr müssten mehr Berufstätige auf den öffentlichen Transport umsteigen.

René Biwer, Direktor der Straßenbauverwaltung, zog Bilanz der 36 Jahre Bauzeit und wies darauf hin, dass die Ostvariante nicht der Favorit seiner Verwaltung war.

Zur feierlichen Eröffnung durchschnitten Bausch und Großherzog Henri das traditionelle Band. Bis der gewöhnliche Verkehr durch die zwei Tunnels Stafelter und Grouft rollen kann, muss zuerst die Stelle der Zeremonie geräumt werden. Zu der Einweihung waren 300 Gäste erschienen.

Mit Einbruch der Dunkelheit lief der Verkehr endlich "normal" über den letzten Teil der wichtigen Straßenverbindung.

Foto: Anouk Antony

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