Mutmaßlicher Jagdunfall: Eine Kugel und acht Monate Ermittlungen
(gs) - Am Wochenende waren es genau acht Monate her, dass in Fentingen eine Frau von einer Jagdkugel getroffen worden war. Und auch nach dieser langen Zeit ist noch immer nicht bekannt, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und wer dafür verantwortlich ist.
Auf Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft ist abermals nur zu erfahren, dass die Ermittlungen weiterhin laufen würden. Details, etwa über die Art dieser Ermittlungen, werden auch diesmal mit Verweis auf das Untersuchungsgeheimnis nicht mitgeteilt.
Was bisher geschah
Am Abend des 24. September 2016 wird eine 48-jährige Frau von einem Projektil getroffen, als sie gerade auf der Terrasse einer Erdgeschosswohnung in Fentingen sitzt. Die Kugel trifft sie im Gesicht und verletzt sie schwer am Kiefer.
Ein Jagdunfall scheint naheliegend. An jenem Tag schießen fünf Jäger in einem Maisfeld rund 700 Meter vom Wohnhaus entfernt auf Wildschweine. Die Ergebnisse einer in Belgien durchgeführten ballistischen Expertise liegen am 28. November 2016 vor. Damaligen LW-Informationen kann das Projektil einer Waffe zugeordnet werden, die einer der Jäger an jenem Tag mit sich führte.
In der Folge heißt es denn auch, dass der Untersuchungsrichter eine Person, vermutlich jenen Jäger, anhören würde. Ob diese Anhörung stattgefunden hat, ist auf Nachfrage hin nicht in Erfahrung zu bringen. Auch ob es möglicherweise Unstimmigkeiten bei der ballistischen Analyse gab oder gibt, ist nicht bekannt.
