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Mutmaßliche Brandstiftung: Ziegen sterben in brennendem Stall
Außer verkohlten Balken ist von dem hölzernen Stallgebäude nicht mehr viel übrig.

Mutmaßliche Brandstiftung: Ziegen sterben in brennendem Stall

Foto CIGL Esch
Außer verkohlten Balken ist von dem hölzernen Stallgebäude nicht mehr viel übrig.
Lokales 21.03.2019

Mutmaßliche Brandstiftung: Ziegen sterben in brennendem Stall

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Ungekannte Täter haben einen Stall des solidarischen Gartens Kalendula in Altwies in Brand gesteckt und zerstört. Die dort untergebrachten Tiere kamen dabei ums Leben.

Der aus Holzbalken und Brettern selbst gebaute Schuppen brannte völlig aus. Der Brand ereignete sich am Wochenende des Burgbrennens in der Nacht auf Sonntag. Durch das Feuer wurden zwei Zwergziegen, drei Kaninchen und drei Hühner getötet. „Wir sind schockiert“, sagt Amélie Brenner, Verantwortliche für das pädagogische Programm bei Kalendula.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Beweisstücke oder Hinweise auf den oder die Täter wurden dem Vernehmen nach nicht gefunden. „Besonders gemein war, dass die Täter offenbar die Stalltür versperrt und das Feuer dort gelegt haben. So konnten die Tiere nicht mehr nach draußen“, sagt Amélie Brenner. Die Stalltür habe das Wochenende über halb offen gestanden, sodass die Ziegen nach Belieben von drinnen nach draußen wechseln konnten.


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Technischer Fehler wenig wahrscheinlich

Amélie Brenner kann sich nicht vorstellen, dass das Feuer von einem technischen Fehler ausgelöst wurde: „In dem Stall gibt es keinen Strom. Von unserem Team war an diesem Samstag auch niemand da.“ Am Wochenende ist der Garten geschlossen.

Der solidarische Garten Kalendula ist ein Projekt der Beschäftigungsinitiative CIGL Esch/Alzette. Auf dem zwei Hektar großen Gelände an der Rue des Romains bauen Arbeitskräfte des CIGL Bio-Gemüse an. Im pädagogischen Teil des Gartens können Kinder aus Grundschulen oder Betreuungseinrichtungen erste Erfahrungen mit der Gartenarbeit machen und Bauernhoftiere kennenlernen. Den Stall hat der CIGL Esch aus eigenen Mitteln gebaut.

Auch die zwei Zwergziegen starben in den Flammen.
Auch die zwei Zwergziegen starben in den Flammen.
Foto: CIGL Esch/Alzette

Traurig findet Amélie Brenner, dass sie den Schulklassen immer wieder die schlechte Nachricht überbringen muss. „Jetzt fängt die Saison an. Die Kinder fragen gleich, wo es zu den Zwergziegen, den Kaninchen und den Hühnern geht. Ich muss ihnen dann sagen, dass die Tiere nicht mehr da sind.“


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