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Museales Kleinod in Capellen: Faszination Gendarmerie
Lokales 2 Min. 09.02.2013

Museales Kleinod in Capellen: Faszination Gendarmerie

Seit knapp sechs Jahren befindet sich im Erdgeschoss im Kulturzentrum in Capellen ein ganz besonderes Museum. Nämlich das internationale Gendarmerie- und Polizeimuseum. Hier dreht sich alles um die bewegte Geschichte der luxemburgischen Ordnungskräfte seit Napoleons Zeiten bis zum heutigen Tag.

Von Nadja Rafalski

Seit knapp sechs Jahren befindet sich im Erdgeschoss im Kulturzentrum in Capellen ein ganz besonderes Museum. Nämlich das internationale Gendarmerie- und Polizeimuseum. Hier dreht sich alles um die bewegte Geschichte der luxemburgischen Ordnungskräfte seit Napoleons Zeiten bis zum heutigen Tag. Und auch nach einem halben Dutzend Jahren erfreut sich das Museum großer Beliebtheit.

Alles begann ganz klein im privaten Kreis. Seit 1996 sammelt die Familie Ries Ärmelabzeichen und Schirmmützen der luxemburgischen und internationalen Polizei und Gendarmerie. Durch die Fusion der luxemburgischen Ordnungskräfte erweiterte sich die Sammlung im Jahre 2000 zwangsläufig.

„Wir wollten verhindern, dass die Zeit der Gendarmerie in Vergessenheit gerät und hatten aufgrund der schieren Menge an privaten Ausstellungsstücken die Idee, ein Musuem einzurichten“, erzählt Armand Ries, der seit 1975 in der Brigade in Capellen und mehrere Jahre „Commissaire en chef“ des „Commissariat de proximité“ war. Die Gendarmerie und das Polizeiwesen liegen der Familie im Blut, beide Söhne sind heute selbst bei den Ordnungskräften tätig. 

Kappen, Mützen, Abzeichen und Uniformen

Das Familienprojekt stieß dann Anfang des neuen Jahrtausends bei der Gemeindeverwaltung Mamer auf Interesse, die dem Musuem kurzum die ehemaligen Räumlichkeiten der Pfadfinder im Untergeschoss des Capellener Kulturzentrums zur Verfügung stellte, wo seit Juni 2007 Artefakte aus knapp 204 Ländern auf Besucher warten. Besonders beeindruckend sind die vielen Kappen und Mützen, die zahlreichen Abzeichen und Uniformen aus 200 Jahren Gendarmerie- und Polizeiwesen. Die sympathische und umgängliche Art und Weise von Armand und Tilly Ries, die persönlich durch die Sammlung führen, macht aus jedem Besucher einen Fan der uniformierten Ordnungskräfte, denn zu jedem Gegenstand wissen sie eine Anekdote zu berichten und machen den Rundgang auf inzwischen 220 Quadratmetern quasi zur erlebten Geschichte.

Unterstützung bekommen die beiden leidenschaftlichen Sammler seit jeher von ihren Söhnen Mike und Marc und deren Ehefrauen Nadine und Carole.

Das im Kulturzentrum in Capellen (51, route d’Arlon) eingerichtete Gendarmeriemuseum ist während der kommenden Monate stets am jeweils dritten Sonntag des Monats von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt drei Euro für Erwachsene, Kinder können das Museum gratis besuchen. Am Samstag, dem 4. Mai, findet die bereits zur Tradition gewordene „Kulturnuecht“ im Westen statt. Am Sonntag, dem 21. Juli, findet das sechste Museumsfest mit Tag der offenen Tür statt. Das Museum ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Gruppenführungen werden nach vorheriger Anmeldung durchgeführt. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 691 704 740 oder im Internet erhältlich.

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