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Munshausen auf Zeitreise
Lokales 23 23.11.2019

Munshausen auf Zeitreise

Mit historischen Militärfahrzeugen in allen Gassen schien Munshausen am Samstag regelrecht an den Thanksgiving-Tag des Jahres 1944 zurückkatapultiert.

Munshausen auf Zeitreise

Mit historischen Militärfahrzeugen in allen Gassen schien Munshausen am Samstag regelrecht an den Thanksgiving-Tag des Jahres 1944 zurückkatapultiert.
Foto: Guy Wolff
Lokales 23 23.11.2019

Munshausen auf Zeitreise

John LAMBERTY
John LAMBERTY
In Erinnerung an die doppelte Befreiung des Landes vor 75 Jahren hatte sich die Ortschaft Munshausen am Samstag in ein großes historisches Militärlager verwandelt. Eine Zeitreise, die selbst der Großherzog nicht verpassen wollte.

Winter 1944: Für die meisten Menschen im Ösling ist diese Zeit mit düsteren Bildern verbunden. Bilder in Schutt und Asche liegender Dörfer, ausgezehrter Soldaten im Schnee und zwischen den Fronten umherirrender Zivilisten auf der Flucht vor jener Kriegshölle, die die Wehrmacht ab dem 16. Dezember mit der Ardennenoffensive über Luxemburg und Ostbelgien hatte hereinbrechen lassen.

Bilder, die im Nachhinein fast vergessen lassen, dass die US-Soldaten nur Wochen zuvor noch gemeinsam mit der Zivilbevölkerung der bereits endgültig befreit geglaubten Ortschaften das amerikanische Thanksgiving-Fest gefeiert hatten – dies gar mit eigens eingeflogenem Truthahnfleisch.

Moment der Menschlichkeit in Zeiten des Krieges

Ein außergewöhnlicher Moment der Menschlichkeit und der Hoffnung auf einen baldigen Frieden, den die Gemeinde Clerf und ihr Tourist Center am Samstag nun in Zusammenarbeit mit dem Cercle d'études sur la bataille des Ardennes (CEBA) und dem Gedenktour-Operator Gaul Legacy Tours in Munshausen in Erinnerung an die doppelte Befreiung Luxemburgs vor 75 Jahren neu aufleben ließ.


US-Veteran George Mills: Mit 98 auf Spurensuche
75 Jahre sind vergangen, seit George Mills in den Tagen der Ardennenoffensive im Haus Betzen um sein Leben bangte. Mit 98 kehrt er nun erstmals hierhin zurück.

Mit historischen Militärfahrzeugen, Laiendarstellern in Soldatenkleidung und authentischen Szenespielen wurde der Ortskern rund um das bekannte Freilichtmuseum a Robbesscheier regelrecht an den Thanksgiving-Tag 1944 zurückkatapultiert.

Großherzog auf Zeitreise

Ein Spektakel, das sich neben zahlreichen Besuchern am Nachmittag auch Großherzog Henri nicht entgehen ließ. Sichtlich begeistert ließ er sich von Roland Gaul und dessen historischem Fachwissen durch das zum Militärcamp samt Hauptquartier, Lazarett und Feldküche verwandelte Dorf geleiten.


extra seiten
„Endlech fräi?“
Am frühen Morgen des 11. September 1944 erwachten manche Diekircher durch das Knattern der Bordwaffen amerikanischer Jagdbomber. Die Bevölkerung fieberte ihrer Befreiung entgegen.

Zuvor hatte das Staatsoberhaupt allerdings auch gemeinsam mit Bürgermeister Emile Eicher, Parlamentspräsident Fernand Etgen, US-Botschafter J. Randolph Evans und zahlreichen weiteren Amtsträgern aus politischen und diplomatischen Kreisen der Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Ardennenoffensive gedacht und anschließend Blumen am lokalen Monument aux morts niedergelegt.

Am Abend stand zum Abschluss dann ein großes Turkey Dinner auf dem Programm. Ein echter Festschmaus, auch in Friedenszeiten ...


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