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Müllentsorgung bunt gemacht
Lokales 2 Min. 11.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Müllentsorgung bunt gemacht

Müllentsorgung bunt gemacht

Lokales 2 Min. 11.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Müllentsorgung bunt gemacht

Nico MULLER
Nico MULLER
Seit zwei Jahren läuft in der Gemeinde Erpeldingen/Sauer ein Pilotprojekt im Hinblick auf die Reorganisation der Hausmüllkollekte. Nun wurde beschlossen, das Projekt in allen 46 Sidec-Gemeinden umzusetzen.

Die Reduzierung des Restabfalls um 40 Prozent und das Erreichen eines wirksameren Altstoffrecyclings mit vor allem einer besseren Qualität des Biomülls: Das ist das Ziel eines aktuellen Projekts des Syndicat intercommunal pour la gestion des déchets (Sidec) in der Gemeinde Erpeldingen/Sauer.

Ob sie sich an der bunten Mülltrennung beteiligen, bleibt den Bürgern am Ende selbst überlassen. Um ihnen bei der Entscheidung zu helfen, werden Informationsversammlungen abgehalten.
Ob sie sich an der bunten Mülltrennung beteiligen, bleibt den Bürgern am Ende selbst überlassen. Um ihnen bei der Entscheidung zu helfen, werden Informationsversammlungen abgehalten.
(Foto: Sidec)

Die Neuordnung der Hausmüllkollekte, die hier seit dem 1. Juli 2016 läuft, lieferte den Sidec-Verantwortlichen mittlerweile genügend Erfahrungswerte, dass man sich nun fit genug fühlt, das Projekt auch auf alle anderen 45 Sidec-Gemeinden auszuweiten, um so auch flächendeckend konform zum Abfallgesetz vom 21. März 2012 zu werden. Die Reorganisation der Kollekte wurde vom Sidec-Vorstand am Montag einstimmig beschlossen.

Die wichtigste Neuerung wird sein, dass jeder Haushalt neben der grauen Mülltonne in Zukunft auf freiwilliger Basis auch eine 60-Liter-Biotonne (braun) für organische Abfälle (überwiegend Küchenabfälle) gratis zur Verfügung gestellt bekommt. Größere Tonnen (bis 240 Liter) sind möglich. Während der Sommermonate (Mai bis Oktober) werden diese wöchentlich entleert, von November bis April lediglich zweimal im Monat. Diese Vorgehensweise hat sich in Erpeldingen bewährt.

Graue Tonne mit Chip

Eine weitere Maßnahme betrifft die traditionellen grauen Tonnen. Sie werden alle ersetzt durch eine Tonne mit Chip, in dem die Identitätsnummer des Müllgefäßes gespeichert wird. Die Bürger sollen sich denn auch überlegen, welches Fassungsvermögen (60, 80, 120, 180, 240 oder 360 Liter) ihre graue Tonne in Zukunft haben soll. Entleert werden diese nach Inkrafttreten der neuen Regelung (voraussichtlich zum 2. Januar 2021) nur mehr alle zwei Wochen, da die organischen Abfälle ja nicht mehr hierin entsorgt werden sollen. Die Einführung des Chips soll zu mehr Taxengerechtigkeit führen, wird die zu zahlende Mülltaxe doch abhängig von der Zahl der Entleerungen sein.

Neben der grauen und braunen werden aber auch noch eine blaue (Papier) und grüne (Glas) Tonne angeboten. Sie tatsächlich anzunehmen, bleibt weiterhin allen Bürgern selber überlassen. Die grünen Tonnen, die aus Gewichtsgründen lediglich mit maximal 120 Litern zu bekommen sind, sollen alle sechs Wochen entleert werden. Auch dies hat sich während der Pilotphase in Erpeldingen bewährt.

Die künftigen Taxen sollen so berechnet werden, dass sie einen Anreiz für den Bürger darstellen, sich an der strengeren Mülltrennung zu beteiligen. Gleichzeitig müssen aber auch die Kosten, die dem Sidec entstehen, abgedeckt sein. In Zukunft sollen die Mülltaxen denn auch in allen Sidec-Gemeinden dieselben sein.


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Abfallbeseitigung, Abfall, Sidor,, Foto Lex Kleren