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„Muart Hal“ - Marktflair der besonderen Art
Die Werbetafel lässt bereits erahnen, wie es im Frühjahr kommenden Jahres in der neuen überdachten Markthalle zugehen soll.

„Muart Hal“ - Marktflair der besonderen Art

Foto: Anouk Antony
Die Werbetafel lässt bereits erahnen, wie es im Frühjahr kommenden Jahres in der neuen überdachten Markthalle zugehen soll.
Lokales 2 Min. 18.10.2012

„Muart Hal“ - Marktflair der besonderen Art

Sie soll ein neuer Anziehungspunkt für die Stadt Esch/Alzette werden: die neue überdachte Markthalle am Boulevard Kennedy, gleich neben der Polizeistation und dem Parkhaus.

Von Nadja Rafalski

Sie soll ein neuer Anziehungspunkt für die Stadt Esch/Alzette werden: die neue überdachte Markthalle am Boulevard Kennedy, gleich neben der Polizeistation und dem Parkhaus.

Dort wo früher Autos verkauft wurden, soll ab kommendem Frühjahr ein bunter, überdachter Markt die Gäste anlocken. Am Mittwochmorgen wurde das Projekt von Treuhänder Kindy Fritsch, in Anwesenheit von Bürgermeisterin Lydia Mutsch und Schöffe Jean Huss vor Ort vorgestellt.

Breitgefächertes Warenangebot

26 Marktstände sollen auf der 1 500 Quadratmeter großen Fläche ein breitgefächertes Warenangebot bieten. Geplant sind in erster Linie Lebensmittelhändler, die ein bisschen die kulturelle Vielfalt Eschs widerspiegeln sollen. Neben luxemburgischen Spezialitäten sollen also auch italienische, französische oder auch portugiesische Spezialitäten nicht fehlen. Geöffnet haben soll die Halle dienstags bis samstags von 8 bis 20 Uhr und sonntags von 8 bis 13 Uhr.

Noch bedarf es ein wenig Fantasie, um sich in der Industriehalle, die noch aus Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg stammt, einen lebendigen Markt vorzustellen, aber das soll sich bald ändern. Sobald die Baugenehmigung vorliegt – das soll Ende des Monats der Fall sein –, können die Arbeiten beginnen. Im kommenden Frühjahr sollen dann in Luxemburgs erstem überdachtem Markt Lebensmittel verkauft werden.

Wie Treuhänder Kindy Fritsch betonte, soll gezielt Wert auf Vielfalt gelegt werden. Einfach Platz nehmen, etwas trinken und dem bunten Treiben zusehen, oder in der vielfältigen Auslage des Marktes stöbern und Nachbarn treffen, das soll die neue Markthalle ebenfalls gewährleisten. Im Eingangsbereich sollen ein Café und ein Zeitungsgeschäft zum weiteren Verweilen einladen. Bürgermeisterin Lydia Mutsch lobte die privatwirtschaftliche Initiative, die auf einer Idee beruht, mit der der Schöffenrat bereits vor zwei Jahren befasst wurde, die allerdings in der Form nicht umgesetzt wurde. 

Weitere Valorisierung

„Für Esch ist es eine weitere Valorisierung des Stadtkerns und eine pittoreske und sogar touristische Ergänzung, die das Stadtzentrum weiter beleben soll“, sagt sie. Nachdem man sich in den vergangenen Jahren der „Entrée en ville“, dem Rathausplatz, gewidmet hat, gilt die Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung nun den anderen Vierteln, dem Brillplatz und seiner Umgebung. Neben dem öffentlichen Interesse sei auch ein privatwirtschaftliches Engagement in der Südregion wichtig.

„Das bedeutet konkret, dass an Esch geglaubt wird, das ist gut“, so Lydia Mutsch. Auch konnte die Bürgermeisterin bestätigen, dass angesichts des Zuzugs von zahlreichen Studenten auch weitere Projekte in Planung sind, so beispielsweise Ausgehmöglichkeiten für Studenten. Genaueres werde zum gegebenen Zeitpunkt bekannt gegeben. Jean Huss wies auf die gute geografische Lage der neuen Markthalle hin.

Sie sei einfach zu erreichen, liege in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, gleich nebenan ist ein großes Parkhaus und ist natürlich für die Bewohner des Viertels zu Fuß zu erreichen. Eine Konkurrenz zum Markt auf dem Rathausplatz bestehe nicht.