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Die richtige Entscheidung
Lokales 02.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Mouvement ecologique zum Fuchsjagdverbot

Die richtige Entscheidung

Der "Renert" darf ein weiteres Jahr in Ruhe leben.
Mouvement ecologique zum Fuchsjagdverbot

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Der "Renert" darf ein weiteres Jahr in Ruhe leben.
Foto: Shutterstock
Lokales 02.02.2016 Aus unserem online-Archiv
Mouvement ecologique zum Fuchsjagdverbot

Die richtige Entscheidung

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Nach der Verlängerung des Jagdverbotes auf den Fuchs begrüßt der Mouvement écologique diese Entscheidung. Für die Umweltorganisation gibt es keine Gründe, den Fuchs zu bejagen.

(jag) - Der Mouvement écologique begrüßt die Verlängerung des Jagdverbotes auf den Fuchs. Die Umweltorganisation bezweifelt Aussagen, laut denen die Fuchspopulation jetzt explodieren würde. Dafür fehle jeder wissenschaftliche Beleg.

Richtig sei vielmehr, dass Fuchs und Menschen durch das immer weitere Eindringen des Menschen in den Lebensraum sich öfter begegnen würden. So seien Aussiedlerhöfe regelrechte Futtermagneten für die Tiere. Katzenfutter, Komposthaufen und Abfälle würden die Tiere in die Städte locken.

Fuchsbandwurm kein wirkliches Problem

So leben zum Beispiel im Stadtgebiet von Zürich rund 800 Füchse. Probleme mit der Hygiene gab es dort keine, weil einfache Maßnahmen wie Händewaschen ausreichen.

Bei zwei Krankheitsfällen pro Jahr in Europa ist auch der Fuchsbandwurm trotz seiner Gefährlichkeit kein wirkliches Problem. Zudem sind auch Hunde und freilaufende Katzen Träger dieses Parasiten. Der Fuchs als Mäusefresser verhindere zudem das Ausbreiten von Krankheiten wie Hanta oder Borreliose.

Wissenschaftliches Gremium begrüßt

Die Bekämpfung der Tollwut habe gezeigt, dass die intensive Bejagung nicht zu einem Rückgang der Population führt. Mehr Bejagung führe nur zu einer schnelleren Vermehrung der Tiere, so das Mouvement.

Der Umweltverband begrüßt das Einsetzen eines wissenschaftlichen Gremiums, um die Entwicklung der Fuchspopulation zu beobachten. Man sei auch weiterhin für die Bejagung bestimmter Wildarten, um das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Auf den Fuchs treffe dies aber in keiner Weise zu.           


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