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Mord in Trier: Tatverdächtiger festgenommen
Lokales 25.01.2021

Mord in Trier: Tatverdächtiger festgenommen

Mord in Trier: Tatverdächtiger festgenommen

Foto: picture alliance / Friso Gentsch
Lokales 25.01.2021

Mord in Trier: Tatverdächtiger festgenommen

Nach dem Mord an einer 63-Jährigen in Trier-West wurde Haftbefehl gegen einen Mann erlassen. Der 32-Jährige ist polizeibekannt.

(C.) - Am Donnerstag, den 14. Januar wurde im Trierer Stadtteil-West eine tote Frau aufgefunden. Es handelte sich um eine 63-Jährige aus Trier. Der Fundort der Leiche befindet sich auf einer Baustelle in der Nähe der Römerbrücke in der Luxemburger Straße. Nicht weit entfernt ist das Benedikt-Labré-Haus, eine Übernachtungsstelle für Obdachlose. 


ARCHIV - 15.03.2019, Bayern, Kempten: ILLUSTRATION - Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen, dessen Blaulicht aktiviert ist. Am Freitag beginnt am Landgericht München I der Prozess gegen zwei Männer, die ältere Menschen als falsche Polizeibeamte um ein Vermögen gebracht haben sollen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Trier: Tot aufgefundene Frau wurde ermordet
Am Donnerstag wurde in Trier eine Frau tot aufgefunden – die 63-Jährige wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Nun fahndet die Polizei nach dem Täter.

Nach der Obduktion kam die Polizei zu der Erkenntnis, dass die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war. Zuletzt war sie am Mittwoch gegen 20.30 Uhr in der Innenstadt gesehen worden, von dort stammen auch letzte Bilder einer Überwachungskamera. 

Am Montag, 25. Januar, meldet die Staatsanwaltschaft Trier dann einen Ermittlungserfolg: Am vergangenen Freitag wurde ein 32-Jähriger festgenommen, der dringend verdächtig ist, die Frau aus Habgier umgebracht zu haben. Laut Staatsanwaltschaft stammt der Mann aus Eritrea und lebt „seit einiger Zeit“ in Trier. Wie das Opfer soll er in der Trierer Obdachlosenszene verkehrt haben - wobei die Frau laut Informationen des „Trierischen Volksfreund“ eine Wohnung in Trier gehabt haben soll.  


Beatrix Hemmerle wurde 1989 brutal ermordet.
Trier: Weiterer DNA-Test nach Mord an Beatrix Hemmerle
Der Mord liegt über 31 Jahre zurück und ist bis heute ungeklärt. DNA-Reihentests sollen neue Hinweise bringen. Ein erster blieb ohne Erfolg - nun werden weitere 100 Männer angeschrieben.

Der Beschuldigte geriet aufgrund einer am Tatort gesicherten DNA-Spur in Verdacht. Nach den vorläufigen Ermittlungsergebnissen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die 63-jährige Frau in den Abendstunden des 13. Januar auf den Beschuldigten traf, den sie offenbar kannte. Sie soll mit ihm zusammen zu der Baustelle für den Bau des neuen Kreisverkehrs am Kopf der Römerbrücke in Trier-West gegangen sein, dort hätten beide Alkohol getrunken, so die Rekonstruktion. Die Ermittler halten es für wahrscheinlich, dass der Beschuldigte gewalttätig wurde, um die Frau auszurauben. Er fügte ihr dabei derart schwere Verletzungen zu, dass sie am Tatort verstarb.

Am vergangenen Samstag hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Der 32-Jährige, der wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte vorbestraft ist, schweigt bisher dazu.

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